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Eine wichtige Rolle in der SG-Abwehr spielten am Samstag Leon Gerstner (Nummer 53) und Torhüter Bastian Rutschmann (23). Auch Michael Hohnerlein (7) trug seinen Teil zum hohen Sieg gegen Neckarsulm bei.  Foto: Becker 

Erster Gegentreffer erst nach 20 Minuten: Abwehrbollwerk der SG Pforzheim/Eutingen, zwei neue Verfolger in der Tabelle

Pforzheim. Wie von einem Sturm überrollt – so muss sich die Sport-Union Neckarsulm am Samstagabend in der Bertha-Benz-Halle vorgekommen sein. In einem wahren Sturmlauf fegte die SG Pforzheim/Eutingen den Gegner vom Anpfiff weg von der Platte. Die Schützlinge von Alexander Lipps ließen der NSU keine Chance.

Michael Hohnerlein (l), Leon Gerstner (m), Bastian Rutschmann (r)-2
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13:0 nach 20 Minuten: Wahnsinns-Sieg der SG Pforzheim/Eutingen

Ganz strak war die Abwehr der Goldstädter, in der Leon Gerstner als vorgezogener Mittelmann die Laufwege des Gegners zustellte. Dahinter der gut verschiebende Innenblock, der den wenig durchschlagskräftigen Angreifern der Neckarsulmer das Leben schwer machte. Was an Würfen doch durchkam, war sichere Beute für SG-Torhüter Bastian Rutschmann, der zunächst die gegnerischen Würfe sogar fing. Als dieser den Gästen dann von den Außenpositionen auch noch die „Freien“ wegstach, wurde es für die NSU peinlich.

Profiteure der guten Abwehrarbeit der SG waren unterdessen zunächst die Außen Max Lupus und Sören Schmid, die die zentimetergenauen Pässe von Rutschmann zu den ersten Toren für die Goldstädter verwerteten. Auf 13:0 schraubten die Pforzheimer die Führung hoch, ehe nach 20 Minuten der erste Ball im Tor der SG einschlug.

NSU hält nur kurz mit

Nachdem Leon Gerstner von Sören Schmid bedient per Kempa das 16:3 eingetütet hatte, ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Wiederanpfiff lief es besser für die Neckarsulmer. Bis zum 22:9-Zwischenstand in Minute 40 verbuchten diese mit 6:6 Treffern sogar einen an Toren ausgeglichenen Abschnitt, ehe Jan Wörner dann den mit 11:4 Toren wieder deutlich an die Pforzheimer gehenden Schlussabschnitt einleitete.

Dass in der 52. Minute Ingo Catak nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah, änderte allerdings nichts am Kräfteverhältnis in der Bertha-Benz-Halle. Slavisa Lacmanovic setzte in dieser mit dem 33. Treffer für die SG den Schlusspunkt der Partie.

Trainingsfrei am Schmotzigen

Trainer Alexander Lipps war nach dem 33:13-Sieg voll des Lobes für seine Mannschaft. Von „herausragender Abwehrarbeit und souveränem Gegenstoßspiel“ sprach ein gut gelaunte SG-Coach beim Pressegespräch. Kommende Woche legt die Oberliga Baden-Württemberg aufgrund von Fasching eine Pause ein, lediglich die Partie Söflingen gegen Bittenfeld II steht auf dem Programm. Die Spieler der SG Pforzheim/Eutingen dürfen sich nach dem Kantersieg gegen Neckarsulm am Donnerstag schön ins närrische Treiben stürzen. „Ich habe meinen Mannen am schmotzigen Donnerstag bereits trainingsfrei gegeben“, sagt Lipps, der aber direkt danach wieder ernst wird: „Nach dem närrischen Wochenende gilt es bei den folgenden schweren Begegnungen in Schwäbisch Gmünd und zu Hause gegen Weinsberg dann wieder voll nachzulegen.“

Jetzt heißt es aber zunächst die Tabellensituation zu genießen. Die SG steht nach wie vor auf Rang eins. Dahinter hat es eine Veränderung gegeben. Der frühere Tabellenzweite Neuhausen/Filder patzte in Baden-Baden mit 33:35. Neu auf Rang zwei ist Konstanz II.