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10.05.2019

Erster Matchball soll sitzen - Karlsruher SC könnte Aufstieg perfekt machen

Karlsruhe. Vielen Fans des Karlsruher SC jagt allein Wort „Relegation“ einen Schauder über den Rücken. Schmerzhaft sind die Erinnerungen an drei gescheiterte Relegationen innerhalb der vergangenen sieben Jahre. Doch so weit muss es dieses Mal nicht kommen. Mit einem Sieg gegen Preußen Münster könnten die Karlsruher am heutigen Samstag (13.30 Uhr/SWR, Magenta Sport) die Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga aus eigener Kraft perfekt machen.

„Bei uns im Kopf sind nur positive Gedanken. Und die haben uns in die Situation gebracht, dass wir zwei Spieltage vor Schluss vier Punkte Vorsprung haben“, sagt Sportdirektor Oliver Kreuzer: „Wir haben es in den eigenen Händen. Und wir haben zwei Matchbälle.“ Auch Stürmer Marvin Pourié, mit 21 Toren mit Abstand der beste Angreifer der Liga, ist optimistisch. „Wir lassen uns das nicht mehr nehmen und wollen es in Münster schaffen. Man merkt es an unserer Körpersprache, man sieht es in unseren Augen, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen“, sagte er „ka-news.de“: „Ich gehe zu hundert Prozent davon aus, dass wir aufsteigen.“

Die Zuversicht, dass die Relegationsspiele am 24. und 28. Mai in dieser Saison ohne Beteiligung der Badener stattfinden werden, zieht Kreuzer aus seinen täglichen Eindrücken. „Da ist kein besonderer Druck während der Trainingswoche sichtbar. Die Jungs haben Spaß am Training, sind locker und entspannt. Was ich wieder spüre, ist dieses Selbstverständnis“, sagt er. Genau diese Lockerheit, in Verbindung mit einem klaren Fokus, mache die Mannschaft so gut. Das war allerdings nicht immer in dieser Saison so. „Es gab gute und schlechte Spiele. Sogar sehr schlechte Spiele“, sagt Kreuzer und führt die 0:3-Heimniederlage gegen den vorzeitig abgestiegenen VfR Aalen und die Derby-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Doch nun spüre er, dass die Mannschaft es durchziehen wolle: „Ein bisschen Selbstgefälligkeit ist zwar in dieser Mannschaft drin. Sie braucht immer ein bisschen Druck, um an ihre Leistungsgrenzen zu gehen. Aber wenn sie Leistung zeigen muss, hat sie meistens bewiesen, dass sie es kann.“, sagt er.

Für das möglicherweise entscheidende Spiel in Münster werde es keine besonderen Vorbereitungen geben, sagt der Sportdirektor: „Ich glaube, das wäre schon der erste Fehler. Ich werde keine Kerzen aufstellen. Und ich werde auch sonst nichts ändern.“

Mögliche KSC-Aúfstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Stiefler, Groiß, Wanitzek, Camoglu – Fink – Pourié