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Beschwerdefrei geht Ashlee Guay (in Weiß) vom Bundesliga-Überraschungsteam Keltern ins Spitzenspiel gegen den Herner TC. Foto: Becker/PZ-Archiv
Beschwerdefrei geht Ashlee Guay (in Weiß) vom Bundesliga-Überraschungsteam Keltern ins Spitzenspiel gegen den Herner TC. Foto: Becker/PZ-Archiv
13.11.2015

Erstliga-Neuling Keltern hat die Chance auf eine weitere Überraschung

Die Rutronik Stars Keltern empfangen am Samstag den Herner TC zum Spitzenspiel der 1. Basketball-Bundesliga der Frauen. Die Partie in der Dietlinger Speiterlinghalle beginnt um 20 Uhr.

Herne hat sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt und war in der vorigen Saison Zweiter nach der Hauptrunde. In den Play-Offs scheiterte man überraschend im Viertelfinale an den Eisvögeln Freiburg. Hernes Coach Marek Piotrowski ist es dennoch gelungen, neben der überragenden Amerikanerin Quenice Davis auch die deutschen A-Nationalspielerinnen Ireti Amojo und Emina Karic zu halten.

Als Neuzugänge konnten in Lea Mersch und Sonja Greinacher zwei weitere deutsche Nationalspielerinnen verpflichtet werden. Weniger Glück hatten die Verantwortlichen bisher mit ihren Profi-Spielerinnen aus den USA. Centerin Alexis Harris plagte sich lange Zeit mit einer Verletzung, Tiffany Porter-Talbot verließ sogar den HTC in Richtung TSV Wasserburg.

Der Gegner unterlag zweimal

Trotz dieser Probleme zählt der HTC zu den Top-Teams der Bundesliga. Bisher haben die Piotrowski-Schützlinge lediglich zwei Saisonspiele verloren. Sie unterlagen am ersten Spieltag zu Hause gegen Saarlouis und vorige Woche zu Hause gegen Wasserburg. Eine weitere Niederlage in Keltern kann sich Trainer Piotrowski und sein Team im Hinblick auf die Playoffs kaum erlauben, zumal die Top-Teams aus Saarlouis, Marburg und Halle langsam aber sicher Fahrt in Richtung Platz zwei aufnehmen.

Erfolgreichste Werferin auf Herner-Seite ist Nationalmannschafts-Centerin Greinacher mit durchschnittlich 14,1 Punkten und obendrein 8,6 Rebounds. Ebenso zweistellig punkten Ireti Amojo (12,9), Quenice Davis (11,4) und Lea Mersch (10,3).

Sterne haben keinen Druck

Die Sterne, die nach ihren acht Siegen ohne Druck antreten können, freuen sich auf das Spitzenspiel. Die zuletzt angeschlagene Ashlee Guay ist wieder beschwerdefrei und am Donnerstag ins Team-Training zurückgekehrt.

Somit stehen Sterne-Coach Christian Hergenröther voraussichtlich alle Spielerinnen zur Verfügung. „Es wird das bisher schwerste Spiel für uns“, sagt Hergenröther, der nach intensivem Video-Studium vor allem von der Ausgeglichenheit des HTC-Kaders beeindruckt ist. „Hier gilt es nicht, ein oder zwei Schlüssel-Spielerinnen auszuschalten, sondern das ganze Team, was natürlich nicht ganz einfach ist“. Aber Hergenröther wäre schlecht beraten, seine Taktik zu sehr vom Gegner abhängig zu machen.

Denn auch das Team aus Keltern hat in den bisherigen Spielen enorme Qualitäten gezeigt. An einem guten Tag, können Ana-Maria Kammer & Co. auch Herne bezwingen. Somit gilt es für Hergenröther, eine Symbiose zwischen eigener Stärke, Selbstvertrauen und taktischer Disziplin herzustellen. DS