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Fabian Dytka im Anflug: Der Linksaußen war schon 2017 dabei, als die TGS Pforzheim gegen den TV Hüttenberg im DHB-Pokal spielte.  Foto: PZ-Archiv/Ripberger

Erstrundengruppe im DHB-Pokal in Pforzheim: TGS gegen Bergischer HC

Pforzheim. Zum zweiten Mal nach 2017 ist die Bertha-Benz-Halle im Herzen von Pforzheim Schauplatz von drei Spielen im Pokalwettbewerb des Deutschen Handball-Bundes. Dabei treffen an diesem Samstag, 16 Uhr zunächst Drittligist TuS Fürstenfeldbruck und Zweitligist HC Elbflorenz Dresden aufeinander. Um 19 Uhr stehen sich dann der gastgebende Drittligist TGS Pforzheim und Bundesligist Bergischer HC gegenüber. Die Sieger dieser beiden Halbfinals treffen am Sonntag darauf im „Endspiel“ aufeinander, der Sieger steht im Achtelfinale des DHB-Pokals. Die PZ beantwortet alle wichtigen Fragen rund um die Spiele.

Wie funktioniert der DHB-Pokal?

Wie bei den Fußballern im DFB-Pokal qualifizieren sich 64 Mannschaften für die erste Runde. Die wird aber mit 16 Vierergruppen ausgespielt – acht im Norden, acht im Süden. Jeder Gruppe wird ein Erstligist zugelost, Gastgeber ist in der Regel die klassenniedrigste Mannschaft. Nur der Gewinner der Vierergruppe zieht ins Achtelfinale ein. Auf diesem Weg spielen die Handballer an einem Wochenende zwei Pokalrunden.

Wie viele Zuschauer erwartet die TGS am Wochenende?

Die Verantwortlichen rechnen mit einer vierstelligen Besucherzahl. Diese Marke hatte die TGS vor zwei Jahren, als sich der Verein schon einmal für den DHB-Pokal qualifiziert hatte und Gastgeber war, knapp verpasst. Dieses Mal lief der Vorverkauf besser. Es gibt aber an der Tageskasse auch noch ausreichend Tickets.

Bei den Handballern gibt es im Pokal deutlich weniger Überraschungen als im Fußball. Warum ist das so?

Einfach gesagt: Weil Handball mit der Hand und Fußball mit dem Fuß gespielt wird. Ballspielen mit der Hand geht deutlich präziser als mit dem Fuß. Bei den Fußballern reicht es dem Underdog bisweilen, wenn er irgendwie ein Tor erzielt und den knappen Vorsprung dann über die Zeit rettet. Im Handball geht das anders. Das hat ja auch die TGS Pforzheim erlebt, als sie 2017 am Erstligisten TV Hüttenberg scheiterte. Da hatten Florian Taafel und Co sogar 7:3 geführt. Aber bis zur Pause lag Hüttenberg schon 13:10 vorne und setzte sich letztlich 30:22 durch. Aber es gibt auch im Handball natürlich Siege der unterklassigen Mannschaften. Ebenfalls 2017 in Pforzheim schlug der Bergische HC – damals gerade in die 2. Liga abgestiegen – im Finale am Sonntag Hüttenberg mit 26:22. Die Pforzheimer wissen also, dass ihre Chance gering ist, werden aber das Feld nicht kampflos räumen. Das Motto kann nur lauten: „Du hast keine Chance, also nutze sie!“

Wie kann man die Spiele verfolgen, wenn man nicht in der Halle dabei sein kann?

Alle Spiele im DHB-Pokal werden am Wochenende im Internet live bei sportdeutschland.tv gestreamt. Ein Liveticker ist auch bei sis-handball.de zu finden.