nach oben
Einen wichtigen Treffer erzielte Erwin Hoffer am Montag in der Münchner Allianz Arena für den Karlsruher SC.   Gebert
Einen wichtigen Treffer erzielte Erwin Hoffer am Montag in der Münchner Allianz Arena für den Karlsruher SC. Gebert
21.10.2015

Erwin Hoffer im Interview: „Gut für unser Selbstbewusstsein“

Erwin Hoffer ist der beste Torschütze des Karlsruher SC. Vier Treffer erzielte der Österreicher bisher. Bemerkenswert: immer wenn Hoffer trifft, bleibt der KSC ohne Niederlage. Auch darüber sprach Peter Putzing mit dem Angreifer.

Pforzheimer Zeitung: Herr Hoffer, so stellt man sich doch ein Jubiläum vor: Im hundertsten Zweitligaspiel den Siegtreffer zu markieren.

Erwin Hoffer: Ja sicherlich. Aber für einen Stürmer ist es grundsätzlich wichtig, dass er trifft. Und von daher freut es mich ganz einfach, dass es geklappt hat mit einem Tor, zumal es ein wichtiges für uns als Team war.

Pforzheimer Zeitung: Haben Sie wegen dieses tollen Jubiläums der Mannschaft einen ausgegeben?

Erwin Hoffer: Nein, noch nicht. Aber wir schau‘n mal, was da noch kommt.

Pforzheimer Zeitung: Sind Sie froh, endlich einmal flach angespielt worden zu sein? Nicht wie sonst so oft mit hohen Bällen?

Erwin Hoffer: Der Pass war von Hiroki hervorragend gespielt, er kam millimetergenau in die Schnittstelle. Der erste Kontakt von mir mit dem Ball war sehr wichtig – dieser verschaffte mir den nötigen Raum, dass ich dann treffen konnte. Solche Bälle sind für einen Stürmer natürlich klasse.

Pforzheimer Zeitung: Eine andere Statistik: Wenn Sie treffen ist der KSC unschlagbar – eine tolle Bilanz.

Erwin Hoffer: Aha. Da muss ich aber schleunigst schauen, dass ich öfters treffe… Im Ernst: wer die Tore macht ist egal, wichtig ist, dass welche fallen, dass wir punkten. Dass ich als Stürmer natürlich in jedem Spiel das Ziel habe, zu treffen und so meinen Beitrag zu unserem Erfolg beizusteuern, ist auch klar.

Pforzheimer Zeitung: War der Sieg, nach sechs sieglosen Partien, die Wende hin zum Guten?

Erwin Hoffer: Wir haben zuvor dreimal unentschieden gespielt. Da waren wir sogar besser als in München, aber es sollte wohl bei diesen Partien einfach nicht sein, dass wir einen Dreier machen. Den haben wir jetzt geholt, das ist gut für unser Selbstbewusstsein. Auch wenn das in München nicht so schön anzuschauen war wie in den Spielen zuvor.

Pforzheimer Zeitung: Jetzt geht es gegen Kaiserslautern – einen Ex-Club von Ihnen. Ist das etwas Besonderes?

Erwin Hoffer: Es ist ein wichtiges Spiel – aber für mich sind alle Spiele wichtig. Natürlich freue ich mich auf dieses Spiel. Das wird eine tolle Atmosphäre. Und ich treffe da noch ehemalige Kollegen, die mit mir beim FCK spielten. Aber etwas komplett Außergewöhnliches ist das nicht, auch weil sich beim FCK etliches verändert hat.

Pforzheimer Zeitung: Wie stehen die Chancen des KSC?

Erwin Hoffer: Ich denke gut. Wenn wir unsere Leistung zeigen, wie das in den letzten Wochen der Fall war, dann haben wir gute Chancen, einen Dreier zu machen. Wir müssen unsere Stärken einsetzen, einer dem anderen helfen – von vorne bis hinten, dann ist ein Sieg drin.

Pforzheimer Zeitung: Eigentlich ist es einfach: Um nicht zu verlieren, muss Jimmy Hoffer treffen . . .

Erwin Hoffer: Wäre nicht schlecht, wenn ich treffen würde. Ich versuch´s auf jeden Fall. Aber wir können auch gewinnen, ohne dass ich treffe. Wer den Siegtreffer macht, ist mir total egal.

Pforzheimer Zeitung: Trainer Markus Kauczinski hat seinen Abgang angekündigt. Beeinflusst Sie das?

Erwin Hoffer: Der Trainer hat mit uns gesprochen – und das ist seine Entscheidung, das muss man so akzeptieren.