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Auf Rekordjagd:  Die Pforzheimer Schwimmerin Silke Lippok stellte beim Weltcup in Berlin erneut zahlreiche Bestmarken auf.
Auf Rekordjagd: Die Pforzheimer Schwimmerin Silke Lippok stellte beim Weltcup in Berlin erneut zahlreiche Bestmarken auf. © PZ-Archiv, Ketterl
18.11.2008

Es geht weiter steil bergauf für die Pforzheimer Schwimmerin Silke Lippok

PFORZHEIM. Der erste internationale Auftritt nach der Sommerpause zeigte eindrucksvoll, dass die Leistungskurve der 14-jährigen Pforzheimer Ausnahme-Schwimmerin Silke Lippok weiter steil nach oben zeigt.

Beim Weltcup in Berlin stellte die Schülerin von der SSG Pforzheim wieder einige Bestmarken ihrer Altersklasse auf. Den Rekord über 200 Meter Freistil pulverisierte sie förmlich und steigerte im Finale die Bestzeit um fast vier Sekunden auf 1:57,53 Minuten. „Das war in Berlin ihre herausragende Leistung“, freute sich Trainer Rudi Schulz über die ausgezeichnete Form seines Schützlings. Mit dieser Leistung wurde Silke Lippok Sechste in einem international gut besetzten Endlauf. Es gewann Coralie Balmy (Frankreich) in guten 1:54,05 Minuten. Nicht minder bemerkenswert war Silke Lippoks Auftritt über 100 Meter Lagen. Auch hier zog sie ins Finale ein und verbesserte ihre Bestzeit auf 1:01,91 Minuten. Hier siegte Tara Kirk (USA) in 1:00,88 Minuten.

Mit ihrer 200-Meter-Freistil-Zeit zählt Silke Lippok zu den schnellsten Frauen im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) auf dieser Strecke. Trainer Rudi Schulz sieht Chancen für seinen Schützling, demnächst Mitglied der deutschen Nationalstaffel werden zu können. Die 4 x 200-Meter-Freistilstaffel zählt zu den Königsdisziplinen im Schwimmsport. Sollte sich Silke Lippok weiter in atemberaubendem Tempo verbessern, ist nicht auszuschließen, dass sie im Juli 2009 bei der Schwimm-WM in Rom für Deutschland ins Becken steigt. „Klar ist das ein Ziel für mich“, freut sich Silke über die guten Perspektiven.

Beim Weltcup in Berlin, der auf Kurzbahn ausgetragen wurde, stellte die Gymnasiastin, die vor kurzem zum zweiten Mal in Folge zur PZ-Sportlerin des Jahres gewählt worden ist, sechs badische Jahrgangsrekorde, zwei badische Rekorde in der offenen Klasse und zwei deutsche Altersklassenrekorde auf. Es hat den Anschein, als habe Trainer Rudi Schulz in der Trainingsdosierung wieder alles richtig gemacht. Nächstes großes Ziel ist die Kurzbahn-DM in Essen vom 27. bis 30. November. Im vergangenen Jahr erreichte Silke Lippok bei diesen nationalen Titelkämpfen keinen Endlauf. Das wird sich ändern, davon ist auch Trainer Rudi Schulz überzeugt. Nachdem der Trainingsschwerpunkt in letzter Zeit auf der längeren Kraulstrecke gelegen hatte, wird jetzt wieder verstärkt an den Sprintqualitäten gearbeitet. „Ich denke schon, dass wir das ein oder andere Finale erreichen können“, sagt Schulz. Wie stark Silke Lippok auf der Sprintstrecke sein kann zeigte sie in diesem Jahr mit dem Titelgewinn bei den deutschen Meisterschaften – auf der 50-Meter-Bahn – über 50 Meter Schmetterling.