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KSC-Coach Thomas Oral (hier noch zu seiner Zeit beim FSV Frankfurt) im PZ-Interview: "Es ist nur eine Frage der Zeit." Foto: Maja Hitij
KSC-Coach Thomas Oral (hier noch zu seiner Zeit beim FSV Frankfurt) im PZ-Interview: "Es ist nur eine Frage der Zeit." Foto: Maja Hitij
09.09.2016

„Es ist nur eine Frage der Zeit“: PZ-Interview mit KSC-Trainer Thomas Oral

Rund drei Monate ist Tomas Oral als Cheftrainer des KSC für die Karlsruher-Zweitliga-Profis verantwortlich. Der 43-Jährige ist ein akribisch arbeitender Fußballtrainer, wartet aber auch nach vier Pflichtspielen auf einen Sieg mit seiner Elf. Bei Union Berlin am Samstag (13.30 Uhr/Sky) soll nun der erste Sieg her.

PZ: Herr Oral, Sie sind nun drei Monate in Karlsruhe und man sieht Ihnen an: Die Arbeit mit der Mannschaft macht Ihnen enorm viel Spaß ...

Tomas Oral: Das freut mich zu hören …

… obwohl Sie mit Ihrer Mannschaft noch sieglos sind, merkt man Ihnen die Freude an der Arbeit an ...

Es stimmt, es macht richtig Spaß. Es wurde mir hier leicht gemacht. Ich wurde gut aufgenommen. Ich spüre richtig, wie hier alle für den Club den Fußball inhalieren. Das hat es mir leicht gemacht, mich nicht nur mit der Aufgabe, sondern auch mit dem Club zu identifizieren. Nochmals: Wenn es rüberkommt, dass es mir Spaß macht, dann stimmt das absolut. Ich versuche authentisch zu sein, das hat bisher gut geklappt, ich fühle mich wohl ….

Sie würden sich bestimmt wohler fühlen, wenn es in Berlin zum ersten Saisonsieg reicht.

Natürlich. Siege vereinfachen vieles. Aber: Die Jungs arbeiten gut, wir hatten Torchancen in den Spielen, daher ist es für mich nur eine Frage der Zeit, dass wir Spiele gewinnen werden. Man muss aber auch sehen: Wir sind unheimlich schwer zu besiegen.

Sie haben Union Berlin beobachtet. Was fiel Ihnen bei dem Team auf, das nur zwei Punkte auf dem Konto hat und schon enorm unter Druck steht?

Auch da – wie bei uns – stellen die Ergebnisse nicht das dar, was diese Mannschaft geleistet hat. Eine Mannschaft, die in den vergangenen zwölf, 14 Monaten unheimlich viel einstecken musste. Da gab es Trainerwechsel, jeder hat eine andere Philosophie, eine andere Art zu coachen, nicht einfach für ein Team, einen Verein. Aber: Union hat viel Geld in die Hand genommen und sich richtig gut verstärkt. Wir haben Stärken und Schwächen gesehen.

Welche denn?

Das muss man nicht öffentlich ausbreiten. Wir sind auf beides vorbereitet.

Sie haben mit Florian Kamberi und Charalampos Mavrias nochmals zwei Offensivspieler verpflichtet. Ist das jetzt Ihr Wunschkader?

Ich bin kein Freund, über Wunschelf, Wunschkader oder Wunschspieler zu reden. Wir haben einen Kader, der einen großen Umbruch hatte. Unser Sportdirektor Jens Todt und das Präsidium haben alles unternommen, um die Lücken, die entstanden sind, zu schließen. Ich bin zufrieden. Wir haben viel Qualität im Kader.

Wird einer der zwei Neuen in der Startelf auftauchen?

Kamberi ist erst am Donnerstag von der U 21 Nationalelf zurückgekommen, Mavrias ist seit Dienstag dabei. Mal schauen.

Wie ist die Lage bei Torhüter René Vollath?

Auch er trainiert wieder, aber auch bei ihm muss man abwarten. Wir schauen, was die Trainingswoche bringt, wie es läuft. Aber auf dieser Position haben wir sowieso keine Bauchschmerzen.