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Gut gelaunt nahm Oliver Rottweiler in Heilbronn ein Lauf-Abenteuer in Angriff. Privat 

Eutinger Extremläufer schafft beim 24-Stunden-Lauf in Heilbronn mit fast 180 Kilometern neue Bestmarke

Pforzheim/Heilbronn. Beim Heilbronner 24-Stunden-Lauf hat Oliver Rottweiler aus Pforzheim-Eutingen seine persönliche Bestleistung verbessert. Er legte 178,996 Kilometer zurück, über sieben Kilometer mehr als vor Jahren unter günstigeren Rahmenbedingungen in Karlsruhe.

In Heilbronn kam der 51-Jährige, der in der Altersklasse der über 50-Jährigen startete, schließlich Hand in Hand mit dem Gesamtsieger ins Ziel: Eike Kleiner aus Konstanz, gut zehn Jahre jünger als Rottweiler, hatte noch zwei Runden, das heißt annähernd fünf Kilometer mehr zurückgelegt.

Als erfahrener Extremläufe hatte Rottweiler vor seinem Heilbronn-Abenteuer sogar mit der 200-Kilometer-Marke geliebäugelt. Dass daraus nichts werden konnte, wurde ihm aber schnell klar: Mit 2451 Metern waren die Runden beim Extremlauf in der Käthchenstadt deutlich länger als üblich. Hinzu kamen sogar Steigungen – 25 Höhenmeter pro Runde waren zu meistern - und weitere Erschwernisse: Teilweise ging es durchs Gelände, wurde über Feldwege gelaufen.

Rekord trotz nächtlicher Pause im Auto

Immerhin startete der 24-Stunden-Lauf um 11 Uhr bei Sonnenschein. Im Verlauf dieses Samstags näherten sich die Temperaturen sogar den 20 Grad. Relativ günstige Bedingungen für Rottweiler also, um sich nach dem schnellen innerlichen Abschied vom 200-Kilometer-Traum nach und nach so etwas wie eine neue Marschroute zurechtzulegen.

Mindestens 150 Kilometer sollten es insgesamt schon sein, dachte sich Rottweiler, nachdem er nach 10:30 Stunden schon über 100 Kilometer zurückgelegt hatte. Viel lieber als knapp über 150 Kilometer war ihm aber eine Marke über seinem alten Bestwert. Also peilte er die immer entschlossener an und erreichte sie trotz einer Pause im Auto in der Nacht.

"An schlafen ist da eigentlich nicht zu denken, das ist ein Dösen. Vor allem arbeitet die Muskulatur ja weiter", erläutert der verheiratete Familienvater.

Während er und seine Mitstreiter den Körper forderten, nahm Rottweiler am Samstagabend "Party-Stimmung" vom Berg wahr. "Es wahr ein Genuss unterm Sternenhimmel zu laufen – am Heuchelberg entlang", schwärmte der Vertrieb-Außendienstler.

Mit jeder Runde mehr Ausgaben

Die Schinderei brachte Rottweiler letztlich nicht nur ein Erfolgserlebnis, sondern ging auch ins Geld. 50 Euro waren allein schon für den Start locker zu machen. Hinzu kamen 72 Euro für die absolvierten Runden. Da das Geld für Hochwasseropfer bestimmt ist, rundete Rottweileraber sogar gerne großzügig auf. 140 Euro ließ er insgesamt in Heilbronn.

Immerhin hat die Höhe der Ausgaben die der absolvierten Kilometer noch unterschritten. 

Ralf Kohler

Ralf Kohler

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