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Andreas Hinkel. Foto: dpa/Schmidt
Andreas Hinkel. Foto: dpa/Schmidt
06.06.2019

Ex-Nationalspieler Andreas Hinkel nicht mehr Trainer beim VfB Stuttgart

Stuttgart. Ex-Nationalspieler Andreas Hinkel ist nach dem Abstieg aus der Fußball-Regionalliga nicht länger Trainer der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart und wird von Francisco „Paco“ Vaz beerbt.

„Wir hätten Andy gerne auf einer anderen Position im Übergangsbereich des NLZ behalten. Er hat sich aber dazu entschieden, vorerst seine Trainerkarriere außerhalb des VfB fortzusetzen“, sagte Sportvorstand Thomas Hitzlsperger laut Vereinsmitteilung vom Donnerstag und bedankte sich bei dem 37-Jährigen. Die Tür für ihn sei beim VfB immer offen. Hinkel hatte die Aufgabe im April übernommen, konnte den Abstieg in die Oberliga aber nicht mehr verhindern.

Vaz war zuletzt Co-Trainer bei den Profis unter Interimscoach Nico Willig und erlebte den Abstieg in die 2. Bundesliga mit. Hinkel war im Herbst nach der Freistellung von Tayfun Korkut für einige Tage für das Training der Profis zuständig und danach Co-Trainer von Markus Weinzierl. Im Frühjahr übernahm er dann wieder die zweite Mannschaft von Marc Kienle, die er schon mal eineinhalb Jahre lang betreut hatte. In den vergangenen Monaten absolvierte Hinkel zudem die Ausbildung zum Fußballlehrer und ist damit inzwischen fertig. Wohin es ihn zieht, ist unklar.

Derweil hat Steven Zuber eine Rückkehr zum VfB Stuttgart zur kommenden Saison ausgeschlossen. „Für mich ist das eigentlich klar. Wir haben das so besprochen, dass es kein Zurück gibt in diesem Sommer“, sagte der Schweizer Nationalspieler am Mittwochabend nach der 1:3-Niederlage gegen Portugal im Halbfinale der Nations League in Porto. Zuber war in der vergangenen Bundesliga-Rückrunde von der TSG 1899 Hoffenheim an den VfB ausgeliehen gewesen. Gedanken über den VfB macht sich auch Cem Özdemir. Der Grünen-Politiker und Fußball-Fan hat die Vereinsführung des VfB Stuttgart nach dem Abstieg und dem Umgang damit kritisiert und kann sich selbst ein Engagement im Club vorstellen. Es sei wichtig, dass der Vorstand die Frage nach dem Warum schlüssig beantworte. „Das ist meiner Ansicht nach noch nicht passiert. Alles auf den entlassenen Sportvorstand Michael Reschke zu schieben, erscheint mir etwas zu einfach“, sagte Özdemir in einem Interview der „Stuttgarter Zeitung“.

Darauf angesprochen, dass es Fans gebe, die in ihm den künftigen Präsidenten des VfB sehen, sagte Özdemir: „Das ehrt mich. Aber ich kann doch nicht sagen, der VfB braucht mehr Fußballsachverstand und stehe gleichzeitig als Politiker für dieses Amt bereit. Das passt nicht. Wenn ich dem VfB aber helfen kann, werde ich mich dem nicht verweigern. Ich bin ja nicht bekannt dafür, vor schwierigen Aufgaben davon zu laufen.“