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21.12.2015

Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus unterstützt den SV Kickers Pforzheim

Pforzheim. Dass sich der SV Kickers Pforzheim sportlich und wirtschaftlich in schwierigem Fahrwasser befindet, ist bekannt. Bis zum Sommer will sich der Verein in vielerlei Hinsicht neu aufstellen – und die erste Personalie, die die Kickers nun vermelden, hat es in sich. Kein Geringerer als der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus will den Fußball-Verbandsligisten beim Versuch der wirtschaftlichen Konsolidierung unterstützen.

Mappus soll Mitglied in einem neu gegründeten Vereinsbeirat werden, wie der SV Kickers in einer Pressemitteilung bekanntgab. „Persönlichkeiten der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens, die dem Verein eng verbunden sind“ sollen in diesem Gremium „neue Strukturen und Ideen erarbeiten“.

Er helfe gerne, sagt Mappus, dessen Söhne Christian (13) und Benedikt (11) beim Nachwuchs des Clubs von der Wilferdinger Höhe aktiv sind. „Der Verein macht eine tolle Jugendarbeit“, sagt Mappus. Jetzt gelte es, mit gezieltem Sponsoring ein solides Fundament über Jahre hinaus aufzubauen. Dazu wolle er seine Kontakte und sein Wissen einbringen.

Eines stellt Mappus aber auch gleich klar: „Ich strebe kein Funktionärsamt an.“ Für ein zeitraubendes Ehrenamt fehlten dem 49-Jährigen Zeit und Muße. Der aus Enzberg stammende und in Pforzheim lebende Mappus, der 2011 durch die Wahlniederlage der CDU sein Amt als Ministerpräsident verlor, ist als Manager für das Software- und Beratungsunternehmen „pmOne“ meist in München tätig.

Wie sich der SV Kickers Pforzheim personell für die Zukunft aufstellt, müssen die kommenden Monate zeigen. Derzeit sind von den gewählten Vorstandsmitgliedern nur noch Andreas Wittenauer (Sport) und Roland Eberle (Gebäudemanagement) im Amt, Jugendleiterin Claudia Taktakis-Kutt kümmert sich kommissarisch um die Finanzen. Wittenauer und Eberle wollen sich im Sommer nach Ende ihrer Amtszeit nicht mehr zur Wahl stellen. Deshalb werden derzeit Kandidaten für die Vorstandsposten gesucht. „Die sind dabei, eine neue Mannschaft aufzustellen. Und ich glaube, die kriegen das hin“, ist Stefan Mappus optimistisch.

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