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Michael Wittwer, Ex-Trainer des FC Nöttingen, war einst KSC-Profi. Foto: Ketterl
Michael Wittwer, Ex-Trainer des FC Nöttingen, war einst KSC-Profi. Foto: Ketterl
28.02.2017

Ex-Profi Michael Wittwer zur KSC-Klatsche: „Die Spieler bei der Ehre packen“

Michael Wittwer, Ex-Trainer des FC Nöttingen und ehemaliger KSC-Profi, hat bei der 0:5-Niederlage der Karlsruher bei St. Pauli mit wenig Freude das Spiel der Badener beobachtet. PZ-Redakteur Udo Koller hat ihn dazu befragt.

PZ: Herr Wittwer, wo haben Sie bei der Karlsruher Pleite in St. Pauli die größten Probleme gesehen?

Michael WIttwer: Die Mannschaft war in den Zweikämpfen fast körperlos. Das darf bei einem direkten Konkurrenten nicht passieren. Auch bei den Standards muss die Mannschaft besser verteidigen. Da gab es Dinge, die selbst in der Oberliga nicht vorkommen dürfen.

PZ: Hat die Mannschaft zu offensiv gespielt oder zumindest zu offensiv verteidigt?

Michael Wittwer: Die Karlsruher Innenverteidigung ist ja nicht die schnellste. Da wäre es vielleicht besser, wenn man kompakter steht, wenn man den Raum zwischen Torhüter und Innenverteidiger eng hält. Auch sollten sich die Innenverteidiger gegenseitig besser absichern. Vielleicht könnte man mit einer Dreierkette für mehr Kompaktheit sorgen.

PZ: Welche Möglichkeiten hat ein Trainer, die Mannschaft nach so einem Spiel wieder aufzubauen, zu motivieren?

Michael Wittwer: Man kann den Spielern die Fehler aufzeigen und dann versuchen, sie bei der Ehre zu packen. Man muss schauen, dass im Training Feuer drin ist. Dieses Feuer muss man dann gegen Hannover mit auf den Platz nehmen. Und man kann natürlich Umstellungen vornehmen. Ich glaube nicht, dass Mirko Slomka noch einmal die gleiche Mannschaft auf den Platz schickt.