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So kennt man ihn: Kevin Großkreutz kämpft im Test gegen den tschechischen Erstligisten FC Zbrojovka Brünn und belohnt sich mit dem Treffer zum 1:0. Foto; Baumann
So kennt man ihn: Kevin Großkreutz kämpft im Test gegen den tschechischen Erstligisten FC Zbrojovka Brünn und belohnt sich mit dem Treffer zum 1:0. Foto; Baumann
Wolfgang Dietrich  könnte bald neuer Präsident des VfB Stuttgart werden. Foto: dpa
Wolfgang Dietrich könnte bald neuer Präsident des VfB Stuttgart werden. Foto: dpa
24.07.2016

Ex-S21-Sprecher Dietrich ist Anwärter auf Chefposten beim VfB Stuttgart

Nach dem Ende des Trainingslagers in Grassau sucht Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart weiter nach Verstärkungen für die noch immer zu dünn besetzte Offensive. Einen Kandidaten für das verwaiste Präsidentenamt hat der Fußball-Zweitligist aber offenbar gefunden. Wie die „Stuttgarter Nachrichten“ berichten, soll der Unternehmer Wolfgang Dietrich Nachfolger des zurückgetretenen Bernd Wahler werden. Der 67 Jahre alte frühere Sprecher des Bahnhofprojekts Stuttgart 21 sei der Favorit des Aufsichtsrates, hieß es. Nur noch Details seien zu klären.

„Ich bin seit über 40 Jahren Mitglied beim VfB, und der Verein liegt mir schon deshalb sehr am Herzen“, sagte Dietrich der Zeitung. Er befasse sich damit, dem Verein zu helfen, erklärte er. Abschließend habe er sich aber noch nicht mit der Frage beschäftigt. Der neue Vereinschef soll bei der Mitgliederversammlung am 9. Oktober gewählt werden, der Aufsichtsrat kann den Mitgliedern zwei Kandidaten vorschlagen. Wahler gab sein Amt nach dem Abstieg Mitte Mai auf.

Unterdessen hat der VfB sein einwöchiges Trainingslager in Grassau südlich des Chiemsees mit einem Testspielsieg gegen den FC Zbrojovka Brünn abgeschlossen. Die Tore zum 4:0 (1:0) über den tschechischen Erstligisten erzielten am Samstag Kevin Großkreutz (27. Minute), Jan Ferdinand (72.), Marcin Kaminski (83.) und Özcan Berkay (85.).

„Ich bin sehr angetan von dieser Leistung. Mein Fazit fällt sehr positiv aus, auch zu dem Test am Vortag gegen Moskau“, sagte Trainer Jos Luhukay und sprach von einem „positiven Abschluss der Trainingswoche“. Die Partie gegen Spartak Moskau hatte am Freitag wegen eines Unwetters zur Halbzeit abgebrochen werden müssen. Luhukay gab den Spielern nach der Rückreise zwei Tage frei, von Mittwoch an will er dann am Feinschliff für die Anfang August beginnende Saison arbeiten.

Offensive macht Sorgen

Der neue Sportvorstand Jan Schindelmeiser sucht derweil intensiv nach weiteren Verstärkungen. Luhukay hatte unter der Woche besonders den Handlungsbedarf in der Offensive thematisiert. Dort weist der Kader nach den Abgängen unter anderem von Daniel Didavi und Timo Werner sowie dem absehbaren Verlust von Filip Kostic große Lücken auf.