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Alexander Keller wird vom 1. Juli an das Verbandsligateam 1. CfR Pforzheim trainieren. Aktuell ist der 41-jährige Beamte Trainer am DFB-Stützpunkt Bruchsal.
Alexander Keller wird vom 1. Juli an das Verbandsligateam 1. CfR Pforzheim trainieren. Aktuell ist der 41-jährige Beamte Trainer am DFB-Stützpunkt Bruchsal. © CfR
03.03.2011

Ex-Trapattoni-Hospitant Keller wird neuer CfR-Trainer

PFORZHEIM. Für viele Fans des 1. CfR Pforzheim dürfte er ein Nobody sein. Alexander Keller wird neuer Trainer beim 1. CfR Pforzheim. Der 41-Jährige beginnt am 1. Juli 2011 mit seiner Arbeit beim Fußball-Verbandsligisten.

„Von allen Kandidaten hat er am besten in unser Anforderungsprofil gepasst“, begründet CfR-Vorstandsvorsitzender Markus Geiser die überraschende Wahl. Alexander Keller stammt aus Zaisenhausen, wohnt in Bretten und ist Fußballkennern der Region vor allem aus seiner Zeit als Trainer und Spielertrainer des FC Flehingen bekannt (2000 bis 2008). Keller führte Flehingen zweimal in die Landesliga. Aktiv spielte der Beamte beim VfB Eppingen und beim SV Sinsheim.

Ein Fußballverrückter

Nach seiner Zeit in Flehingen hospitierte der neue CfR-Coach bei Red Bull Salzburg unter Trainer Giovanni Trapattoni. Anschließend ging er mit seinem Freund Thorsten Fink (Ex-Profi bei Karlsruher SC und Bayern München) als zweiter Co-Trainer zum Zweitligisten FC Ingolstadt. Zusammen mit Cheftrainer Fink wurde er am 21. April 2009 entlassen. Weitere Tätigkeiten wie Konditionstrainer beim Bayerischen Fußballverband ergänzen seinen fußballerischen Lebenslauf. Aktuell ist Keller, der von Freunden als „fußballverrückt im positiven Sinne“ bezeichnet wird, Trainer am DFB-Nachwuchsstützpunkt in Bruchsal.

Alexander Keller war einer der letzten Kandidaten, die aufs Trainerkarussell beim CfR aufgesprungen sind. Pforzheims CDU-Stadtrat Klaus Gutscher soll den entscheidenden Tipp gegeben haben. Deshalb, so Markus Geiser, habe die Auswahl auch länger gedauert, als geplant. Nach PZ-Informationen standen auch Dubravko Kolinger vom FC Nöttingen sowie die Ex-FCP-Trainer Michael Fuchs und Harald Heck auf der CfR-Wunschliste. Doch sie sagten alle ab.

Zur Zeit bastelt Keller an der Trainer-A-Lizenz, die er bei Amtsantritt im Juli erworben haben will. Kellers Vorgänger Rudi Herzog kennt seinen Nachfolger aus diversen Landesliga-Duellen des FC Kieselbronn gegen den FC Flehingen recht gut. „Es freut mich. Das ist keine schlechte Entscheidung“, sagt Herzog.

Planungen für neue Saison

Für die Planung der kommenden Saison war es höchste Zeit, dass der CfR den neuen Trainer präsentiert. Keller muss jetzt schleunigst in Zusammenarbeit mit der sportliche Leitung eine neue Mannschaft für die Spielrunde 2011/12 zusammenstellen. Diese soll, so der Wunsch des Vereines, vorne mitmischen.