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Hoher Einsatz in Derby: Hier eine Szene aus der vergangenen Saison mit dem Nöttinger Thorben Schmidt (links) und dem Spielberger Alexander Zimmermann. Foto: Becker/PZ-Archiv
Hoher Einsatz in Derby: Hier eine Szene aus der vergangenen Saison mit dem Nöttinger Thorben Schmidt (links) und dem Spielberger Alexander Zimmermann. Foto: Becker/PZ-Archiv
30.10.2013

FC Nöttingen: Derby beim Lieblingsgegner SV Spielberg

Karlsbad-Spielberg. Nach der ersten Saisonniederlage hat der FC Nöttingen vor dem Derby beim SV Spielberg am Samstag (14.30 Uhr) ein paar Tage länger Zeit, sich zu erholen. Während die Nöttinger bereits am Donnerstag vergangener Woche ihr Heimspiel gegen den FC Walldorf (1:2) bestritten, mussten die Spielberger am Dienstag dieser Woche noch ran – beim Karlsruher SC II unterlag der SVS mit 0:1.

Nöttingen und Spielberg – beides sind Dorfvereine, die nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt liegen. Doch in der Tabelle der Fußball-Oberliga trennen beide Clubs derzeit Welten. Nöttingen ist nach 14 Spielen mit 31 Punkten Tabellenführer, Spielberg liegt mit 14 Zählern auf dem drittletzten Tabellenplatz. Nöttingen hat mit neun Gegentoren die beste Defensive der Liga, Spielberg hat schon mehr als dreimal so viele Gegentore kassiert (28). Und: die Nöttinger kicken gerne in Spielberg, haben von dort in den vergangenen Jahren beim Lieblingsgegner meist die Punkte entführt.

Favoritenrolle klar vergeben

„Nöttingen ist Favorit“, darf deshalb Ralf Friedberger unwidersprochen feststellen. „Wir werden nicht allzu viele Torchancen bekommen. Die müssen wir dann aber besser ausspielen und nutzen als zuletzt in Karlsruhe“, gibt der Spielberger Trainer seinen Kickern mit auf den Weg.

Für die Spielberger ist jeder Punkt wichtig. Die nächsten Partien in Walldorf und daheim gegen Heidenheim II werden nicht viel einfacher. Derzeit fehlen der verletzte Florian Kappler und der gesperrten Alexander Merkel. Marius Mößner hat sich im Training am Sprunggelenk verletzt, sein Einsatz ist am Samstag fraglich.

Fuchs vier Wochen gesperrt

Bei Nöttingen fehlt neben den Langzeitverletzten Niklas Hecht-Zirpel, Simon Frank und Demis Jung jetzt auch Abwehrspieler Holger Fuchs, der nach seinem Platzverweis gegen Hollenbach eine vierwöchige Sperre aufgebrummt bekam. Sascha Paseka wird ihn ersetzen. Fraglich ist noch der Einsatz von Felix Zachmann, der zu Beginn der Woche wegen einer Erkältung mit dem Training pausierte. „Ich hoffe aber, dass er bis zum Samstag wieder fit ist“, sagt Michael Wittwer.

Der FCN-Trainer weiß um die erfolgreichen Auftritte seiner Elf in den vergangenen Jahren in Spielberg, warnt aber davor, in der Partie einen Selbstläufer zu sehen: „Natürlich spricht die Vergangenheit für uns, aber dafür können wir uns nichts kaufen.“

Die paar Tage mehr Zeit zur Regeneration hat sein Team gut brauchen können. Beim 1:2 gegen Walldorf war den FCN-Kickern zu keiner Zeit der Wille abzusprechen. Aber es schien, als wollten die Beine nicht so richtig. „Unser Spiel ist kräftezehrend. Und die letzten Wochen haben Kraft gekostet“, hatte Wittwer unmittelbar nach dem Walldorf-Spiel erklärt und hinzugefügt: „Das haut uns nicht um.“ Jetzt können die Spieler beim Lieblingsgegner ihre Qualitäten als Stehaufmännchen unter Beweis stellen.