760_0900_19769_.jpg FC Nöttingen: Erst die Arbeit, dann das Pokalvergnügen
Erste Erfahrungen im DFB-Pokal sammelte der FC Nöttingen (links Timo Brenner) vor einem Jahr, als der Oberligist in Reutlingen gegen Hannover 96 (rechts Mohammed Abdellaoue) mit 1:6 verlor. DPA-Archiv 

FC Nöttingen: Erst die Arbeit, dann das Pokalvergnügen

Das Glückslos Schalke 04 wird dem FC Nöttingen in der ersten Runde des DFB-Pokals viel Aufmerksamkeit und hohe Einnahmen bescheren. Auf den Fußball-Oberligisten wartet im Vorfeld der Partie, die im Zeitraum 2. und 5. August (Freitag bis Montag) stattfinden wird, aber auch jede Menge Aufregung und ungelöste Probleme. Vor dem Pokalvergnügen wartet jede Menge Arbeit. Die PZ beantwortet einige der vielen Fragen, die sich stellen.

Kann der FC Nöttingen wie gewünscht im Karlsruher Wildparkstadion spielen?

Wie hoch wäre die Miete für ein Spiel im Wildparkstadion?

Das weiß im Moment noch niemand zu sagen. Allzu hoch aber wohl nicht, wenn man davon ausgeht, dass der Karlsruher SC laut einem Gemeinderatsbeschluss von 2011 eine Jahresmiete von 150000 Euro zahlt.

Wann wird genau gespielt?

Welchen Zuschauerandrang darf Nöttingen erwarten?

Wie viel Geld kann Nöttingen im Pokal verdienen?

Sicher ist das Fernsehgeld für die erste Pokalrunde von knapp 110000 Euro. Hinzu kommen die Einnahmen aus dem Spiel – die wiederum hängen von vielen Faktoren ab. Von den Zuschauereinnahmen bekommt jeder beteiligte Verein rund 40 Prozent, außerdem kann man mit der Bewirtung der Stadiongäste gutes Geld verdienen. Auf der Gegenseite stehen Ausgaben für die Stadionmiete oder für den Ordnungsdienst. Sicher scheint, dass der FCN 2013 mit Schalke besser abschneidet als vor einem Jahr, als man mit dem Spiel gegen Erstligist Hannover 96 nach schwieriger Stadionsuche nach Reutlingen ausweichen musste, was mit hohen Zusatzkosten verbunden war. Außerdem blieb die Kulisse mit 3500 Fans eher spärlich. Rückblickend beziffert Steidl den Gewinn aus der DFB-Pokal-Teilnahme 2012 mit rund 80000 Euro.

Wie kann der FC Nöttingen ein so großes Spiel organisatorisch stemmen?

Falls tatsächlich im Wildparkstadion gespielt werden darf, setzt Steidl ganz auf eine Kooperation mit dem Karlsruher SC – sowohl beim Ordnungsdienst, als auch bei der Gastronomie und dem Ticketverkauf. Der Oberligist würde also zahlreiche Aufgaben an den erfahrenen Zweitligisten auslagern. Ähnlich war man auch 2012 mit dem SSV Reutlingen verfahren.