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Es ist alles gesagt und getan:  Nach vier Jahren wird Michael Fuchs den FC Nöttingen verlassen.
Es ist alles gesagt und getan: Nach vier Jahren wird Michael Fuchs den FC Nöttingen verlassen. © Gössele, PZ-Archiv
18.01.2011

FC Nöttingen: Fuchs steigt aus und fängt neu an

REMCHINGEN-NÖTTINGEN. Beim FC Nöttingen geht im Sommer eine Ära zu Ende. Michael Fuchs, der im Verein von 2007 bis 2010 als Cheftrainer beschäftigt war und in der laufenden Saison Sportlicher Berater bei den Remchingern ist, verlässt den Fußball-Oberligisten. „Am Saisonende ist definitiv Schluss“, sagte Fuchs gestern gegenüber der PZ.

Die Trennung erfolgt in beiderseitigem Einvernehmen und in voller Harmonie, wie Fuchs und Nöttingens Vereinschef Dirk Steidl unisono erklären. Fuchs sieht seine Mission in Nöttingen erfüllt. Der 48-Jährige hat zusammen mit Dirk Steidl eine starke Oberliga-Mannschaft aufgebaut, die gute Chancen hat, dieses Jahr unter der Regie von Trainer Michael Wittwer in die Regionalliga aufzusteigen. „Ich glaube, das schaffen wir“, zeigt sich Fuchs sehr optimistisch. Ferner war er vor allem im letzten halben Jahr stark in die Koordination der Nachwuchsarbeit der Lilaweißen eingebunden, die drauf und dran sind, dem Platzhirsch 1. CfR Pforzheim auch in diesem Bereich den Rang abzulaufen.

Fuchs hat jetzt große Lust, wieder voll ins Trainergeschäft einzusteigen. Einen Anfang macht er bereits in der Rückrunde der laufenden Saison als Interimscoach beim Karlsruher Kreisligisten TSV Pfaffenrot. Im Juni hört er dort aber wieder auf. „Für die Zeit danach habe ich derzeit mehrere Angebote“, sagt Fuchs, der allerdings den zeitlichen Aufwand in einem erträglichen Rahmen halten möchte. „Mehr als zwei, drei Mal Training in der Woche mache ich nicht mehr.“ Das heißt, dass bestenfalls ein Verbandsligist ins Profil des A-Lizenz-Inhabers passen würde. Vereinsnamen mochte Fuchs verständlicherweise noch keine nennen. Er räumt aber ein, dass es einen ersten unverbindlichen Kontakt zum Landesliga-Spitzenclub TSV Grunbach gegeben habe. „Ich habe mich einmal, eher zufällig, ganz locker mit Torsten Heinemann unterhalten“, bestätigt Fuchs Gerüchte, er habe sich mit Grunbachs Sportkoordinator getroffen. In Grunbach ist allerdings der aktuelle Trainer Frank Misztl erster Ansprechpartner der Vereinsführung. Nur für den Fall, dass Misztl nach fünf Jahren in Grunbach aufhören sollte, wäre Fuchs eine Option.

Nicht nur Gerüchte

Es stimmt also nicht ganz, dass an den Gerüchten, Grunbach habe Interesse an Michael Fuchs, nicht einmal ein Körnchen Wahrheit steckt, wie dieser Tage aus Grunbach verlautet. Michael Fuchs legt Wert auf die Feststellung, dass er erst dann ernsthafte Gespräche mit dem aufstrebenden Landesligisten aus der Schwarzwaldgemeinde aufnehmen würde, wenn Frank Misztl aufhört. „Dann wäre ich bereit.“

In der weiteren Lebensplanung von Fuchs spielt das Trainergeschäft, dem der Pädagoge seit nunmehr 24 Jahren verbunden ist, ohnehin eine untergeordnete Rolle. Er hat sich für den schulischen Auslandsdienst beworben und beabsichtigt, in drei, vier Jahren einen neuen Lebensabschnitt außerhalb Deutschlands zu beginnen.