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Michael Wittwer (links) und „Co“ Rainer Krieg. Foto: Ripberger
Michael Wittwer (links) und „Co“ Rainer Krieg. Foto: Ripberger
14.01.2016

FC Nöttingen: Gelassenheit für die Mission Regionalliga-Aufstieg

Am Mittwochabend hat der FC Nöttingen das Training in der Wintervorbereitung aufgenommen. Fünfeinhalb Wochen lang werden Trainer Michael Wittwer und „Co“ Rainer Krieg ihre Jungs fit für den Rest der Rückrunde machen, die am 20. Februar (15 Uhr) für den Spitzenreiter der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg mit einem Auswärtsspiel beim Tabellen-Drittletzten SGV Freiberg wieder beginnt. Die PZ beantwortet die wichtigsten Fragen zum Trainingsauftakt.

Was hat Trainer Michael Wittwer beim ersten Training zu seinen Spielern gesagt?

Gar nichts, denn Michael Witwer war gar nicht da. Der Trainer musste unfreiwillig seinen Urlaub in Südafrika (Kapstadt) um einen Tag verlängern, da der Flieger einen technischen Defekt hatte. Gestern Morgen landete er aber wohlbehalten in Deutschland. „Ich bin gut erholt“, meint der 48-Jährige gegenüber der PZ. Das Training am Mittwoch leitete Co-Trainer Rainer Krieg. „Wir haben es locker angehen lassen“, sagt er. In den nächsten Tagen steht täglich mindestens eine Einheit an.

Sind alle Spieler fit?

Daumen hoch! Bis auf Thorben Schmidt, der beruflich (arbeitet in Darmstadt) verhindert war, waren alle Spieler beim Auftakt am Ball. Auch Marc Schneckenberger mischte mit. Der Mittelfeldspieler hatte sich Mitte Oktober eine schwere Schulterverletzung zugezogen und musste seitdem pausieren.

Gibt es Neuzugänge? Hat sich der Oberligist von Spielern getrennt?

Zweimal nein! Abgänge wird es im Winter wohl auch nicht geben. Vielleicht aber Verstärkungen. „Meist ergibt sich was zum Ende der Wechselfrist“, weiß Wittwer. Er ist jedoch gelassen und sieht keine Notwendigkeit, den Kader zu vergrößern. „Wir sind gut aufgestellt.“

Was ist mit dem kroatischen Spieler, der seit Beginn der Saison in Nöttingen mittrainiert?

Die Verpflichtung von Ivica Celic ging im Sommer noch nicht über die Bühne. Der Offensivspieler, der zuletzt angeblich in der 3. Liga in Kroatien spielte, hinterlässt aber laut Rainer Krieg im Training einen guten Eindruck. Vielleicht regelt der FCN die Spielberechtigung noch bis zum Ende der Wechselfrist (1. Februar). Ein Mann für die Landesliga-Truppe ist der Kroate auf alle Fälle.

Was sind die Ziele für den Rest der Rückrunde?

Ganz klar, die Nöttinger wollen wieder in die Regionalliga aufsteigen. Und es sieht auch gut aus – auch wenn vor der Winterpause einige Ausrutscher (2:5 Oberachern, 3:4 Sandhausen II, 0:3 Freiburger FC) dabei waren. „Wir wollen Platz eins verteidigen“, sagt Wittwer. Mit 44 Punkten hat sein Team vier Punkte Vorsprung auf den SSV Ulm, der allerdings ein Spiel weniger bestritten hat.

Neben dem Aufstieg peilt der FCN außerdem wieder den BFV-Pokalsieg und damit die Qualifikation für die erste Runde im DFB-Pokal an. Dafür muss aber am Mittwoch, 6. April, im Heimspiel erst einmal die Spvgg Neckaralz (Regionalliga) aus dem Weg geräumt werden. Im Finale wartet dann entweder der SV Spielberg oder Astoria Walldorf. „Der Einzug in den DFB-Pokal ist immer ein Ziel von uns“, sagt Wittwer.

Was muss die Mannschaft in der Rückrunde verbessern?

Die Defensivarbeit. Offensiv (60 Tore) ist die Mannschaft top. „Unser Problem ist, dass wir zu viele Tore bekommen“, so der Coach und verweist auf 26 Gegentreffer. „Es muss eben auch mal für einen Sieg reichen, wenn wir nur ein Tor schießen.“

Hat der Verein mit Michael Wittwer und Rainer Krieg schon über eine Vertragsverlängerung über diese Saison hinaus gesprochen?

Noch nicht. „Dazu hatten wir noch keine Zeit“, sagt FCN-Manager Dirk Steidl, der sich in den vergangenen Wochen voll für die Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern einsetzte (siehe Bericht unten).

Ist der Schiedsrichter-Streit resultierend aus der 0:3-Pleite gegen den Freiburger FC beigelegt?

Der Ärger hält an. Die Sache ist laut Dirk Steidl weiter ein schwebendes Verfahren. Bis Ende Januar muss er beim Verband noch eine Stellungnahme abgeben.