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Nur selten kamen die Landesliga-Fußballer des FC Nöttingen II an ihren Heidelberger Kontrahenten vorbei. Hier klärt Daniel Novak (links) gegen den Doppeltorschützen Hasan Tiryaki. Foto: Ripberger
Nur selten kamen die Landesliga-Fußballer des FC Nöttingen II an ihren Heidelberger Kontrahenten vorbei. Hier klärt Daniel Novak (links) gegen den Doppeltorschützen Hasan Tiryaki. Foto: Ripberger
07.06.2012

FC Nöttingen II verliert Aufstiegsspiel gegen Kirchheim 2:3

Verbandsliga adé? Zumindest sind die Chancen für die Fußballer des FC Nöttingen II auf den Aufstieg am Donnerstagabend drastisch gesunken: Nach der 2:3-Pleite im Aufstiegsspiel gegen die SG HD-Kirchheim (Zweiter der Landesliga Rhein-Neckar), hat es der Vize der Landesliga Mittelbaden nun nicht mehr selbst in der Hand.

Während die Kirchheimer Spieler auf dem Sportplatz des FV Neuthard den Gang nach oben feierten, muss die FCN-Reserve nun der TSG Weinheim die Daumen drücken. Nur wenn der Verbandsliga-Zweite seine Aufstiegsspiele gegen den FSV Bissingen gewinnt (10. und 16. Juni), steigt auch Nöttingen auf.

Obwohl der FCN in der 3. Minute die erste Doppelchance des Spiels hatte – erst knallte Reinhard Schenker seinen Freistoß an die Latte, anschließend köpfte Kai Käuffert drüber – schien das Duell früh entschieden zu sein: Zweimal nutzte die SG ihre Überlegenheit auf der rechten Seite aus, zweimal wurde der Ball nach innen gepasst, zweimal hatte Daniel Jilg im Nöttinger Tor keine Chance: Sowohl Hasan Tiryaki (12. Minute) als auch Dennis Ludkowski (28.) schoben die Kugel ins linke Eck. „Der Unterschied war heute, dass der Gegner vor dem Tor abgezockter war“, analysierte FCN-Trainer Adolf Weidlich nach dem Spiel.

Seine Mannschaft wurde erst in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte stärker – was sich prompt in Chancen widerspiegelte: Ein Schenker-Schuss ging knapp über den Kasten (35.) und Käuffert scheiterte am Kirchheimer Torwart Stefan Pister. Doch Reinhard Schenker versuchte es weiter und wurde in der 42.Minute belohnt: Seinen Spannstoß konnte Pister nur abprallen lassen, Maximilian Pfeiffer vollstreckte aus vollem Lauf ins linke Eck: Mit 1:2 ging es in die Halbzeit.

Voller Elan – und mit neuer Taktik – kamen die Remchinger aus der Kabine: Der für Daniel Novak eingewechselte Denis Nedzhmiev rückte auf die Außenbahn und Weidlich löste seine Doppel-Sechs auf. Schnell hatte der FCN das Kommando übernommen – und ebenso schnell den Rückstand egalisiert: In der 50. Minute passte Schenker auf Ignazio Scozzari, dessen butterweiche Flanke landete bei Josko Herceg. Wenige Meter vor dem Tor musste der Kapitän und frühere Kirchheimer den Ball nur noch einnicken.

Kirchheim am Ende überlegen

Doch nachdem elf Minuten später ein Schuss Scozzaris über das Tor gegangen war, wandte sich das Blatt wieder: Von Minute zu Minute wurde der Druck der SG größer. Zunächst knallte Tiryaki einen Ball noch über die Latte (75.), seinen nächsten Schuss konnte Jilg entschärfen (80.).

Doch wenige Minuten vor dem Schlusspfiff war auch er überwunden: Eine Ecke von rechts wurde von Kirchheim kurz ausgeführt und landete bei Tiraki. Der fackelte nicht lange, sondern zog flach ins rechte kurze Eck ab – wo der Ball auf regennassem Rasen hinter Jilg einschlug.

Nur noch einen Distanzschuss von Niklas Hecht-Zirpel in der Nachspielzeit brachte Nöttingens Reserve zustande. Doch der ging drüber, das Spiel war aus – und die SG HD-Kirchheim aufgestiegen. Deswegen „müssen wir nun auf Weinheim hoffen“, erklärte FCN-Coach Weidlich, der sich insbesondere über das „ärgerliche Tor zum 2:3“ ärgerte. „Das darf so natürlich nicht fallen“, so seine Einschätzung nach dem Spiel.