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Jubelstimmung beim FC Nöttingen: Am Mittwoch können sie den Badischen Fußball-Pokal gewinnen, wenn sie den Karlsruher SC schlagen. Schon jetzt aber steht fest: Beide Teams werden im DFB-Pokal mitspielen. Foto: Gössele
13.05.2013

FC Nöttingen - KSC: Pokal-Duell der Glückseligen

Das Finale um den Badischen Fußball-Pokal am Mittwoch ist für den Karlsruher SC nur noch eine Zugabe zu einer gelungenen Saison, für den FC Nöttingen ein echter Höhepunkt. Der FCN und der KSC sind aber beide bereits für den DFB-Pokal qualifiziert.

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So süß können Niederlagen schmecken! Noch ist zwar völlig offen, ob der Karlsruher SC oder der FC Nöttingen im Finale um den badischen Fußball-Pokal den Kürzeren zieht. Doch schon vor der Partie, die am Mittwoch um 18.00 Uhr (Liveticker auf PZ-news.de) im Waldseestadion in Forst angepfiffen wird, steht fest: Sowohl der Dritt- als auch der Oberligist werden die Saison glückselig beenden. Der KSC, weil er am Samstag den angepeilten Zweitliga-Aufstieg perfekt gemacht hat. Der FC Nöttingen, weil der Einzug in den DFB-Pokal auch bei einer Pleite im Finale schon feststeht.

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Und in der Oberliga „sind wir auf dem besten Weg, das Saisonziel Platz vier zu erreichen“, freute sich Trainer Michael Wittwer nach dem jüngsten 1:0-Sieg bei der TSG Balingen. Zwei Spiele vor Saisonende ist der SGV Freiberg auf Rang fünf drei Punkte und acht Tore von den Remchingern (4.) entfernt.

KSC kann Mini-Triple holen

Die ganz große Spannung herrscht vor dem Pokalfinale also nicht mehr. Dafür verspricht KSC-Trainer Markus Kauczinski aber begeisternden Fußball: „Mit dem Aufstieg ist der Druck abgefallen. Jetzt soll das Finale ein schönes Spiel für die Fans werden.“ Zum ersten Mal, seitdem er vor eineinhalb Jahren die Blau-Weißen übernahm, stehe er in einem Pflichtspiel, „das eigentlich egal ist und in dem es um nichts geht“.

Soll heißen: Das mögliche Mini-Triple – Gewinn des Harder13-Cups, Drittligameister und Pokalsieger – wäre zwar eine nette Schlusspointe unter dieser Saison. Die Enttäuschung über eine Niederlage gegen Nöttingen würde sich aber in Grenzen halten.

Auch deswegen wird wohl nicht das beste KSC-Team auf dem Platz stehen: „Es kann gut sein, dass Spieler aus dem zweiten Glied eine Chance kriegen“, lautete Kauczinskis Prognose. „Wir wissen nicht, was für eine Mannschaft uns erwartet“, meinte daher auch Dirk Steidl. „Es wird mit Sicherheit schwerer als beim 4:0 gegen die Karlsruher Amateure vor einer Woche“, vermutet Nöttingens Vereinsboss. Doch er sagte auch: „Der KSC ist zwar Favorit, aber wir werden unsere Chance zum Sieg auf jeden Fall suchen.“

400 Tickets hatte der FCN bis Montagmittag für die Mission Titelverteidigung verkauft, insgesamt sind 1100 Karten weg. Wer mit dabei sein will, wenn die Remchinger versuchen, den Erfolg vom Vorjahr zu wiederholen (4:3 im Elfmeterschießen gegen Neckarelz), kann Eintritts- und Buskarten auch heute noch beim FC Nöttingen kaufen.

Die Chancen darauf, dass der KSC in Forst sein lila-weißes Wunder erlebt, sind durchaus da – und zwar nicht nur, weil die Wildparkprofis nicht in Bestbesetzung antreten. Vielmehr glauben die Nöttinger auch an ihre eigene Stärke. Sowohl die A-Mannschaft beim 4:0 gegen den KSC II als auch die B-Elf beim 1:0 in Balingen konnten zuletzt überzeugen. Und außer Maximilian Pfeiffer kann Wittwer auf alle Spieler zurückgreifen: Gegen Balingen durfte auch Felix Zachmann erstmals nach seiner Außenbandverletzung wieder für fünf Minuten ran. „Dass wir für den DFB-Pokal bereits qualifiziert sind, spielt keine Rolle“, so FCN-Trainer Wittwer, der ergänzt: „Wir möchten den Pokal erneut gewinnen.“

Die Rahmenbedingungen für das Finale könnten also kaum besser sein. FCN-Boss Steidl kann also guten Gewissens versprechen: „Wir werden alles geben, damit es zu einem Fußballfest wird.“