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Wie sich ein Pokalsieg anfühlt, wissen die Nöttinger seit dem Jahr 2012. Heute wollen sie auf dem Weg ins Finale die Hürde in St. Leon nehmen. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
26.03.2013

FC Nöttingen: Keine Angst vor Pokalschreck VfB St. Leon

Remchingen-Nöttingen. Die Tür zum erneuten Einzug ins Finale des badischen Pokalwettberbs und in den DFB-Pokal scheint für den FC Nöttingen weit offen zu stehen. Doch der Fußball-Oberligist aus Remchingen muss aufpassen, dass er auf dem Weg dorthin nicht unverhofft ins Stolpern gerät. Denn zunächst einmal muss der Titelverteidiger am Mittwoch (19 Uhr) die Viertelfinal-Hürde beim Pokalschreck VfB St. Leon nehmen. Im Falle eines Sieges wartet im Halbfinale mit dem FV Lauda ein weiterer Landesligist.

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Michael Wittwer weiß, dass sein Team heute als Favorit beim Landesligisten antritt. Er weiß aber auch, dass vermeintlich leichte Gegner schwierig sein können. „Wir haben schon gegen Birkenfeld und Reichenbach gesehen, wie schwer das sein kann“, sagt der Nöttinger Trainer. Beim Landesligisten Birkenfeld landete sein Team einen 2:1-Arbeitssieg, beim Verbandsligisten Reichenbach musste man gar in die Verlängerung. „Aber wenn wir unsere Leistung abrufen, dann kommen wir weiter“, ist Wittwer überzeugt. Sein Wunsch: „Es wäre schön, wenn es nicht wieder so eng wird.“

In St. Leon hoffen sie insgeheim darauf, dass der Favorit den Außenseiter unterschätzt. Doch beim Rhein-Neckar-Landesligisten haben sie auch registriert, dass Michael Wittwer nichts dem Zufall überlässt und den unterklassigen Gegner zweimal beobachtet hat. Schließlich wollen die Nöttingen nicht die gleiche Überraschung wie Oberliga-Rivale TSV Grunbach erleben, der in St. Leon sang- und klanglos ausschied. Auch Verbandsligist SV Schwetzingen hat der von Benjamin Schneider trainierte Landesligist aus dem laufenden Wettbewerb geworfen.

Mit Torsten Thee hat St. Leon außerdem einen Routinier im Team, der sich mit Pokalüberraschungen auskennt. Thee warf 2003 mit der TSG Hoffenheim – damals noch Regionalligist – den Erstligisten Bayer Leverkusen aus dem DFB-Pokal. Am Mittwoch ist Thee Abwehrchef in St. Leon und Co-Trainer. Im Angriff sorgt Patrick Rittmaier für die Tore.

Nöttinger Pokalerfolge

Doch die Nöttinger müssen im Pokal niemanden fürchten. Dreimal in Folge stand der FCN zuletzt im badischen Finale, sicherte sich 2012 erstmals die Trophäe, zog in den DFB-Pokal ein, wo man mit 1:6 gegen Erstligist Hannover 96 unterlag. So einen Großauftritt würde man auch im Sommer 2013 gerne wieder absolvieren.

Ob Michael Wittwer heute in St. Leon die zuletzt beim 4:1 gegen Bahlingen überzeugende Mannschaft aufbietet, bleibt abzuwarten. Abwehrspieler Sascha Paseka (Wadenverletzung) fehlt weiter, dafür sitzt Angreifer Niklas Hecht-Zirpel (Rückenprobleme) wieder auf der Bank.