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Auch FCN-Vereinschef Dirk Steidl fiebert dem DFB-Pokalspiel entgegen.
Auch FCN-Vereinschef Dirk Steidl fiebert dem DFB-Pokalspiel entgegen.
08.08.2012

FC Nöttingen: Keine Ruhe vor dem Pokal-Sturm

FC Nöttingen fiebert dem DFB-Pokalspiel gegen Hannover 96 entgegen. Es gibt noch ausreichend Karten für die Partie am 19. August in Reutlingen.

Eine Siegprämie hat Dirk Steidl bislang nicht ausgehandelt mit seinen Spielern. Zumindest ist öffentlich nichts davon bekannt. Der Vorstandsvorsitzende des FC Nöttingen hat aber auch so reichlich zu tun vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten Hannover 96 am Sonntag, 19.August. Ebenso Michael Wittwer, der als Trainer und Technischer Geschäftsführer des Vereines in diesen Tagen gleich doppelt gefordert ist. Kartenvorverkauf und der Verkauf von Fanartikeln sind abzuwickeln. Der eigens für die Partie gegen Hannover kreierte Fanschal (Foto) und das Pokaltrikot verkaufen sich recht gut, berichtet Wittwer. Für die Partie, die im Stadion an der Kreuzeiche in Reutlingen stattfindet, sind bislang zwischen 1500 und 2000 Karten abgesetzt. Fünf Fanbusse á 50 Personen sind auch schon voll. Die ersten Anmeldungen für Bus Nummer sechs gingen gestern in der Geschäftsstelle des FCN ein.

Karten gibt es also noch reichlich, denn das Reutlinger Stadion fasst 15 000 Zuschauer. Allerdings sind die guten Karten auf der Haupttribüne fast alle weg, berichtet Dirk Steidl. Für die PZ-Lounge (Sitzplatz Haupttribüne Mitte, reservierter Parkplatz in Stadionnähe sowie Speisen und Getränke in der Lounge) waren gestern noch rund 50 Karten erhältlich. Insgesamt, so hofft man in Nöttingen und rechnet man in Reutlingen, werden wohl zwischen 3000 und 5000 Fans kommen – 600 davon aus Hannover.

Die meisten Fans werden mit dem Bus oder dem privaten Pkw anreisen. Vier Anhänger des FCN, darunter Markus Leonhard von der „Schatzgrube Leonhard“ in Remchingen, haben sich allerdings etwas Besonderes einfallen lassen. Sie werden die knapp 90 Kilometer lange Strecke nach Reutlingen zu Fuß zurücklegen – in drei Tagesabschnitten. Warum? Ganz einfach: Weil sie auch sonst immer zu Fuß zu den Heimspielen des FCN ins Stadion gehen. Und die Partie in Reutlingen ist ja ein Heimspiel für die Nöttinger, die mangels eigenem großen Stadion an die Kreuzeiche ausweichen.

Trainer Michael Wittwer hat nicht geplant, den Gegner Hannover 96 vor dem Spiel in knapp zwei Wochen noch einmal zu beobachten. Zumindest nicht live. Gelegenheit dazu hätte er noch zwei Mal. Die Niedersachsen spielen heute Abend in der Qualifikation für die Europa League zuhause gegen St. Patrick’s Athletic (live auf Kabel 1, 20.30 Uhr) und am Samstag, 11. August, ebenfalls in der heimischen AWD-Arena, zur offiziellen Saisoneröffnung gegen den englischen Kultclub Manchester United. Die Partie gegen die Iren aus St. Patrick wird Wittwer heute Abend ebenso wie seine Spieler live vor dem Fernseher verfolgen. Große Überraschungen wird es dabei wohl nicht zu sehen geben. Man kennt die Hannoveraner aus dem Fernsehen und der Fußball-Bundesliga. „Wir wollen auch im Vorfeld gar nicht so viel über den Gegner reden“, lautet Wittwers Maxime.

Der Nöttinger Coach hofft derzeit vielmehr auf einen guten Start in die Oberliga Baden-Württemberg. Am Samstag geht’s los mit einem Auswärtsspiel beim FC Singen 04 (15.30 Uhr). Am kommenden Dienstag steigt dann – quasi als Generalprobe für den DFB-Pokal –die Drittrundenpartie im BFV-Pokal beim TSV Reichenbach (19.00 Uhr). Michael Wittwer ist zufrieden mit der Saison-Vorbereitung. Der Konkurrenzkampf im Team ist groß. „Jeder will gegen Hannover dabei sein“, hat Wittwer im Training beobachtet.

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