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Nöttingens Angreifer Leutrim Neziraj (rechts) hatte es schwer gegen die massive Deckung der Gastgeber. Foto: Scheuber
27.03.2013

FC Nöttingen: Mit Doppelschlag ins Halbfinale

Der FC Nöttingen darf weiter vom vierten badischen Pokalfinale in Folge und vom erneuten Einzug in den DFB-Pokal träumen. Der Titelverteidiger setzte sich gestern im Viertelfinale mit 2:0 (0:0) beim Landesligisten VfB St. Leon durch. Nach Anlaufschwierigkeiten entschied der Oberligist mit einem Doppelschlag durch Riccardo Di Piazza (66.) und Jannik Froschauer (72.) nach der Pause die Partie. Jetzt geht es im Halbfinale erneut zu einem Landesligisten – zum FV Lauda ins Taubertal. Der Termin steht noch nicht fest.

Bildergalerie: FC Nöttingen besiegt Balinger SC mit 4:1

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Michael Wittwer hatte gegenüber dem letzten Oberligaspiel gegen Bahlingen drei Änderungen vorgenommen. Mario Bilger, Demis Jung und Jannik Froschauer nahmen auf der Bank Platz, dafür rückten Mario Hohn, Baransel Yurttas und Riccardo Di Piazza ins Team.

Die Partie begann ausgesprochen verhalten. Der VfB St. Leon versuchte zunächst mitzuspielen, geriet aber zunehmend in die Defensive. Doch dem FC Nöttingen fehlten Tempo und Präzision, um daraus Kapital zu schlagen. Ein Solo von Felix Zachmann sowie Distanzschüsse von Frank und Yurttas waren zunächst die einzigen nennenswerten Angriffe.

Die große Chance hatte dann Leutrim Neziraj: Der Nöttinger Torjäger schüttelte zwei Gegenspieler ab, scheiterte aber an VfB-Torhüter Brian Heilig (35.). „Der Gegner hat die Räume eng gemacht und ist gut gestanden“, erkannte Wittwer die Defensivleistung des Gegners in der ausgesprochen fairen Begegnung an.

Nach der Pause mussten die Nöttinger zunächst eine Schrecksekunde überstehen, als Sait Yalman frei zum Kopfball kam und FCN-Keeper Sascha Rausch nur mit einer Glanztat den Rückstand verhinderte (48.). „Sensationell“, nannte Nöttingens Vorsitzender Dirk Steidl die Tat seines Keepers, der blieb ganz gelassen: „Dafür stehe ich im Tor.“

In der Folge ließ der Oberligist defensiv nicht mehr viel zu und spielte nun auch offensiv entschlossener. Nachdem der eingewechselte Jannik Froschauer per Kopf das Ziel noch knapp verfehlte, traf Riccardo Di Piazza mit einem kunstvollen Freistoß – vom rechten Strafraumeck rechts an der Mauer vorbei ins kurze Eck. St. Leons Trainer Benjamin Schneider verpasste dem Treffer das Prädikat „Weltklasse“. „Eigentlich war es eine Situation für einen Linksfuß, aber da ist dann gerne auf der anderen Seite eine Lücke“, schilderte der Torschütze seinen Kunstschuss (66.). Nur sechs Minuten später setzte Froschauer am Strafraum von St. Leon entschlossen nach und erzielte das 2:0. Damit war die Partie entschieden.