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Ein ums andere Mal hebelte der FC Nöttingen die KSC-Deckung um Daniel Gordon (links) aus. Hier scheitert Mario Bilger mit einer Großchance an KSC-Torhüter Dirk Orlishausen.  Foto: Ripberger 
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Gute Freunde: Die Trainer Alois Schwartz vom KSC (links) und Dubravko Kolinger vom FC Nöttingen vor dem Pokalspiel im Panoramastadion.  Foto: Hennrich 

FC Nöttingen-Spieler: „Dieser KSC war zu packen“

Der Pokalhit zwischen dem FC Nöttingen und dem Karlsruher SC hat ein Nachspiel. Für den Nöttinger Trainer Dubravko Kolinger ein durchaus erfreuliches: Denn er wird von seinem KSC-Kollegen Alois Schwartz zum Essen eingeladen. Kolinger und Schwartz sind dicke Freunde. Vor der Partie im BFV-Pokal-Viertelfinale wurde diese Abmachung getroffen: Wer gewinnt, zahlt. Auch die Ehefrauen, die ebenfalls befreundet sind, werden dabei sein.

Abgesehen vom Ergebnis – 3:1 (2:0) für den Fußball-Drittligisten – hatte das Spiel am Mittwoch im ausverkauften Panoramastadion viele Lichtblicke für die Lilaweißen. Nach dem frühen 0:2-Rückstand und dem Platzverweis für den Karlsruher Marc Lorenz (35.) war der Oberliga-Spitzenreiter die bessere Mannschaft. „Der KSC war an diesem Tag zweifelsfrei zu packen“, sagten die FCN-Spieler Holger Fuchs und Mario Bilger nach der Partie. Es fehlte vor dem Tor nur der letzte Tick Entschlossenheit und ein bisschen Glück. Außerdem hatte der Karlsruher Keeper Dirk Orlishausen einen Sahnetag erwischt. Der Keeper hielt in der 77. Minute einen Kopfball von Leutrim Neziraj – aus kurzer Distanz – mit einem sagenhaften Reflex (Kolinger: Das war Weltklasse). „Wenn der reingeht, wird es noch einmal richtig spannend“, meinte Niklas Hecht-Zirpel. Der Ex-Nöttinger, jetzt recht erfolgreich in Diensten der Offenbacher Kickers, schaute sich den Pokalschlager natürlich live an.

Leise KSC-Fans

Die Stimmung im Stadion war gut, obgleich sich die rund 600 Fans im KSC-Block auffallend zahm zeigten. Es wurden auch keine Fahnen, Spruchbänder oder gar Bengalos gesichtet. Insider glauben, die Fans wollten damit einen leisen Protest gegen die zuletzt dürftigen Leistungen der KSC-Kicker in der 3. Liga ausdrücken. Zum Glück hatte auch das große Polizeiaufgebot in und rund ums Stadion wenig zu tun.

Taktisch betrat Nöttingen gegen den KSC Neuland. Man spielte mit drei „Sechsern“. Neben Timo Brenner und Dennis Schneider sicherte Holger Fuchs im defensiven Mittelfeld ab. Fuchs sollte auch noch die Innenverteidigung gegen den langen KSC-Stürmer Dominik Stroh-Engel unterstützen. „Von der Idee her war das gut. Aber wir habe das am Anfang nicht gut umgesetzt“, meinte Mario Bilger.

Samstag in Göppingen

Beim nächsten Oberliga-Spiel am Samstag beim 1. Göppinger SV (14.00 Uhr) wird die Marschroute von Trainer Kolinger vermutlich wieder etwas offensiver aussehen. Fehlen wird gegen den Tabellen-14. weiter Ernesto de Santis wegen seiner Rotsperre. Dafür steht Matthias Cuntz zur Verfügung. Der Mittelfeldspieler feierte gegen den KSC ein Comeback nach vier Monaten Verletzungspause. „Er macht sich immer besser. Er bringt Ruhe ins Spiel. Das hat man schon gegen den KSC gesehen“, lautet das Lob seines Trainers.

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