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Im Pokal hat Riccardo Di Piazza (links) mit seinem Freistoßtor für den FC Nöttingen die Weichen auf Sieg gestellt. Damit hat er sich auch für die Startformation im Oberliga-Spiel gegen den VfR Mannheim – hier eine Szene aus dem torlosen Hinspiel mit Mohamed Cherief (rechts) – empfohlen.  PZ-Archiv/Eibner
Im Pokal hat Riccardo Di Piazza (links) mit seinem Freistoßtor für den FC Nöttingen die Weichen auf Sieg gestellt. Damit hat er sich auch für die Startformation im Oberliga-Spiel gegen den VfR Mannheim – hier eine Szene aus dem torlosen Hinspiel mit Mohamed Cherief (rechts) – empfohlen. PZ-Archiv/Eibner
29.03.2013

FC Nöttingen am Samstag gegen den VfR Mannheim gefordert

Im Pokal ist der FC Nöttingen im Badischen Fußball-Verband (BFV) seit Jahren eine feste Größe. Dreimal in Folge hat der Fußball-Oberligist das Finale erreicht und sich 2012 erstmals die Trophäe gesichert. Pokaleinzug Nummer vier ist nun in greifbarer Nähe: Nach dem letztlich souveränen 2:0 (0:0)-Erfolg im Viertelfinale am Mittwoch-Abend beim Landesligisten VfB St. Leon kann nur noch der FV Lauda (Landesliga) den erneuten Einzug der Nöttinger ins badische Pokalendspiel verhindern.

Die Halbfinalpartie wurde auf den 23 April (Dienstag, 18.00 Uhr) terminiert.

Bis dahin wollen die im neuen Jahr noch ungeschlagenen Nöttinger in der Oberliga ihre Serie ausbauen: Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am heutigen Samstag (15.00 Uhr) im Verfolgerduell im heimischen Panoramastadion gegen den VfR Mannheim

Zwischen Skepsis und Freude

Die Nöttinger haben sich nunmehr seit fast vier Jahren im Pokal nicht mehr von unterklassigen Gegnern überraschen lassen. So gesehen stand der Erfolg in St. Leon stellvertretend für viele andere Spiele: Überragend war es nicht, was der FCN bot, doch letztlich reichte es, um eine Runde weiterzukommen. „Wir haben uns auch dieses Jahr von Runde zu Runde gezittert, sind aber immer weitergekommen. Das zeichnet uns aus“, sagte der FCN-Vorstandsvorsitzende Dirk Steidl nach dem Spiel. Vor der Partie war er skeptisch und hatte kein gutes Gefühl, hinterher war er „überglücklich“.

Trainer Michael Wittwer hatte seinem Team in St. Leon gegenüber der Oberliga-Partie fünf Tage zuvor gegen Bahlingen eine Drei-Mann-Rotation verordnet: Mario Bilger, Demis Jung und Jannik Froschauer auf die Bank, dafür Riccardo Di Piazza, Mario Hohn und Baransel Yurttas ins Team. Zwei Wechsel korrigierte der Trainer kurz nach der Pause, stellte zugleich auf ein 4-4-2- mit zwei Angreifern um: Yurttas und Hohn raus, Bilger und Froschauer rein. Hohn, der beim VfR Aalen immerhin schon Drittliga-Luft geschnuppert hatte, konnte seine Chance auf der linken Außenbahn nicht nutzen. „Übermotiviert“ hatte Wittwer den Winterpausen-Neuzugang gesehen. Auch Yurttas („Er hat sich den Einsatz durch seine Leistungen verdient“) unterliefen viele Fehler.

Raffinierter Freistoß

Der dritte Wechsel aber stach. Riccardo Di Piazza brachte sein Team mit einem raffiniert geschossenen Freistoß in Führung (66.) und freute sich: „Der hat genau gepasst.“ Mit ihm freute sich Dirk Steidl, weil der Spezialist nach langer Abstinenz mal wieder per Freistoß erfolgreich gewesen war. Der eingewechselte Froschauer machte sechs Minuten später alles klar.

Vor dem heutigen Spiel gegen Mannheim hat Wittwer das Training dosiert. Am Donnerstag mussten die Akteure, die lange im Pokaleinsatz waren, nur eine lockere Laufeinheit absolvieren. Wen der FCN-Trainer heute auflaufen lässt, wollte er nach dem Abschlusstraining am Freitag entscheiden. Für beide Teams geht es darum, den Kontakt zum Spitzen-Trio nicht abreißen zu lassen.