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Freud’ und Leid so nah beieinander: Während Nöttingens Spieler einen weiteren Torerfolg feiern, sind die Kicker des SSV Reutlingen wie so oft nur staunende Statisten.Becker
11.10.2012

FC Nöttingen ballert Reutlingen mit 5:1 nach Hause

Endlich hat der FC Nöttingen in der Fußball-Oberliga auch wieder einmal offensiv richtig überzeugt. Beim 5:1 (3:0) gegen den SSV Reutlingen stillten die Lila-Weißen ihren Torhunger, nachdem es zuletzt in drei Spielen nur zwei Treffer gegeben hatte.

Bildergalerie: FC Nöttingen schlägt SSV Reutlingen mit 5:1

„Wir haben in der ersten Halbzeit gezeigt, was wir zuletzt vermissen ließen. Wir haben unsere Chancen konsequent genutzt“, freute sich Trainer Michael Wittwer. Und der überragende Mario Bilger richtete den Blick gleich nach vorne: „Ich hoffe, es geht so weiter.“

„Ein frühes Tor“ hatte sich Michael Wittwer vor der Partie gewünscht und die Hoffnung geäußert, mit dem 2:0-Sieg in Spielberg möge der Knoten geplatzt sein. Wunsch und Hoffnung gingen in Erfüllung. Die Nöttinger spielten oft schnell und direkt. Eine schöne Kombination über Holger Fuchs und Marcel Rapp brachte den Ball zu Angreifer Leutrim Neziraj, der überlegt zum 1:0 abschloss (8.). Die nächsten Tore waren die Mario-Bilger-Show: Vor dem 2:0 klaute er einem Gegenspieler den Ball, wurde im Strafraum von Kim-Oliver Laudage gefoult – Schenker hämmerte den fälligen Elfmeter ins Tor. Und das 3:0 war ein schöner Konter, den Bilger mit einem noch schöneren Außenristschuss via Innenpfosten ins Tor jagte (42.).

Doch der Mann aus dem linken Mittelfeld hatte noch nicht genug: Das 4:1 durch Niklas Hecht-Zirpel bereitete er mustergültig vor (75.), das 5:1 machte er selbst – mit einem Treffer Marke „Tor des Monats“: Nach einer Ecke von Reinhard Schenker wuchtete er den Ball per Direktabnahme aus 18 Metern ins Tor (79.).

Das Ergebnis war für die Reutlinger in mehrerer Hinsicht ärgerlich. Die Gäste spielten vor allem vor der Pause munter mit, hatten durch Torjäger Marcel Brandstetter die erste Großchance – er scheiterte allein vor dem Tor an Sascha Rausch (2.). Auch in der Folge spielten die Reutlinger häufig schön und ballsicher nach vorne, tauchten immer wieder gefährlich im Strafraum auf. Doch der entschlossene Abschluss fehlte, so wie kurz vor der Pause, als Marc Golinski kurz vor dem Tor an den Ball kam, aber sein Schuss zu schwach war. Pech für die Gäste auch, dass Routinier Andreas Rill kurz vor Anpfiff verletzt passen musste. Der für ihn spielende Laudage hatte nicht seinen besten Tag.

Ärgerlich für die Nöttinger war am Ende nur das Gegentor durch SSV-Torjäger Marcel Brandstetter (66.). Damit endete eine Serie von mehr als sechs Stunden ohne Gegentor. Torhüter Sascha Rausch, der einige Reutlinger Chancen vereitelte, hatte die Hand schon am Ball, konnte das Spielgerät aber nicht festhalten. Nach dem Gegentor verloren die Gastgeber kurz den Rhythmus. Spätestens mit dem 4:1 zehn Minuten später war die Partie aber entschieden.

Bildergalerie: Fans des FC Nöttingen feiern 5:1 gegen SSV Reutlingen