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Gelungenes Debüt: Alexander Mironow (links) stand in der Oberligaelf des FC Nöttingen seinen Mann.  Gössele, PZ-Archiv
Gelungenes Debüt: Alexander Mironow (links) stand in der Oberligaelf des FC Nöttingen seinen Mann. Gössele, PZ-Archiv
25.11.2013

FC Nöttingen baut mit Erfolg auf Nachwuchs

Solide Jugendarbeit zahlt sich aus. Das erlebt derzeit der FC Nöttingen, der seinen Oberligakader aufgrund der Verletzungsmisere verstärkt mit Nachwuchsspielern ergänzen muss.

Vor wenigen Wochen feierte der 19-jährige Tobias Müller sein Startelf-Debüt beim 2:0-Sieg in Heidenheim. Für den gleichaltrigen Alexander Mironow war es am vergangenen Samstag soweit. Im Auswärtsspiel beim FV Ravensburg ersetzte der ebenfalls 19-Jährige auf der linken Seite den verletzten Mario Bilger. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht“, lobte Trainer Michael Wittwer den Jungspund, der bisher vorzugsweise in der zweiten Mannschaft in der Landesliga aktiv war.

Vier aus der eigenen A-Jugend

Mironow und Müller spielten vergangene Saison noch für die A-Junioren des FC Nöttingen in der Oberliga Baden-Württemberg, ebenso wie Nick Petlach und Nikolai Heck. Die wurden beim 2:0-Erfolg des FCN bei Aufsteiger Ravensburg in der Schlussphase noch eingewechselt. Damit war das Fußball-Wochenende für Petlach und Heck aber noch nicht zu Ende. Am Sonntag standen beide in der Landesliga-Elf auf dem Platz, die bei Espanol Karlsruhe mit 2:1 gewann. Petlach erzielte das Tor zum 1:0 für den FCN.

Die personelle Situation beim FCN könnte sich bis zum nächsten Spiel an diesem Freitag im heimischen Panoramastadion gegen den SSV Reutlingen (19.00 Uhr) leicht entspannen. Abwehrspieler Holger Fuchs ist nach seiner Vier-Spiele-Sperre wieder dabei. Sebastian Hofmann könnte nach überstandener Grippe wieder spielen.

Das Topspiel gegen den ambitionierten Tabellensechsten ist übrigens ein sogenanntes Risikospiel – wegen der Fans des SSV Reutlingen. Deshalb wird am Freitag ein erhöhtes Polizei- und Ordneraufgebot vor und im Stadion präsent sein.

Mit einem Sieg gegen Reutlingen wäre Nöttingen der Wintermeisterschaft einen Schritt näher. Nöttingens Vereinsboss Dirk Steidl würde gerne auf Platz eins überwintern. „Das ist psychologisch wertvoller als die Herbstmeisterschaft, denn da steht man zwei, drei Monate an der Spitze.“ Ein kleiner Seitenhieb Richtung TSV Grunbach, denn der dortige Rivale hat den Nöttingern die Oberliga-Herbstmeisterschaft vor der Nase weggeschnappt.

Die Chance, auf Platz eins zu überwintern, haben die Nöttinger, weil das Heimspiel von Herbstmeister TSV Grunbach gegen Heidenheim II ausgefallen ist. Adis Herceg vom Trainer-Duo TSV sieht den Ausfall mit gemischten Gefühlen: „In unserer Situation kommt uns das nicht entgegen, denn wir haben einen Lauf. Andererseits war Sebastian Rutz noch grippekrank und Marko Kovac angeschlagen.“ Herceg hofft, dass die beiden im Auswärtsspiel am Samstag beim FC Villingen wieder einsatzbereit sein werden.