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Enttäuscht waren die Nöttinger Spieler (von links) Riccardo di Piazza, Andreas Dups und Niklas Kolbe auch am Samstag nach dem Spiel in Linx. PZ-Archiv, Becker 

FC Nöttingen beim 1:3 in Linx mit Schwächen im Sturm und in der Abwehr

Das war’s dann mit der Chance auf einen Spitzenplatz über die Winterpause. Der FC Nöttingen verlor am Samstag völlig überraschend beim abstiegsgefährdeten SV Linx mit 1:3 (0:2) und hat damit vor dem letzten Heimspiel am kommenden Freitag gegen den Spitzenreiter VfB Stuttgart II keine Chance mehr auf Platz eins, zwei oder drei. Im besten Fall winkt Platz vier.

Auswärts ist der FCN in dieser Saison eigentlich eine Macht. Vor dem Spiel in Linx hatte Nöttingen in der Ferne bisher sechsmal gewonnen und nur zweimal verloren. Warum nun die dritte Niederlage hinzukam, vermochte nach dem Schlusspfiff niemand so richtig erklären zu können.

Viele Chancen nicht genutzt

Zumal der FCN vor allem in der ersten Halbzeit drückend überlegen war, die vielen Chancen aber nicht verwerten konnte. Der Gastgeber kam hingegen zweimal vor das Nöttinger Gehäuse und traf auch zweimal. Dabei profitierte Linx beide Male von individuellen Patzern. Beim 0:1 bekam Niklas Kolbe den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Marc Rubio bedankte sich mit dem 1:0. Zwei Minuten vor der Pause hatte Marco Manduzio einen Aussetzer – erneut war Marc Rubio zur Stelle: 2:0.

„Wir waren in Linx ein guter Gast“, meinte Nöttingens Trainer Michael Wittwer zum Auftritt seiner Mannschaft. „Zur Vorweihnachtszeit haben wir reichlich Geschenke verteilt – vorne und auch hinten.“

Vorne im Sturm agierte der FCN nämlich auch in der zweiten Halbzeit zu harmlos. Das Spiel hatte man allerdings weiter im Griff. Jubeln konnten aber weiter nur die Linxer. So schloss Lukas Raabe in der 64. Minute einen Konter erfolgreich zum 3:0 ab.

Erst zwei Minuten vor dem Ende ballten auch die Nöttinger Spieler die Fäuste. Ernesto de Santis hatte mit einem Kopfballtreffer auf 1:3 verkürzt. Geht da vielleicht doch noch was?

Die Nöttinger Kicker legten weiter den Vorwärtsgang ein und wären am Ende tatsächlich noch für einen furiosen Endspurt belohnt worden. Doch die eingewechselten Paulo Lima (90.) und Michael Schürg (90.+1) vergaben hundertprozentige Chancen. „Das war passend zum ganzen Spiel“, meinte Wittwer und sprach schlussendlich von einem „gebrauchten Tag“.

Nach vier Siegen in Folge verlor der FCN damit wieder eine Partie. Die letzte Niederlage davor lag rund acht Wochen zurück.

Am kommenden Freitag (19.00 Uhr) kommt nun der Tabellenführer VfB Stuttgart II in die Kleiner Arena. „Wenn wir auch diese Partie verlieren, befinden wir uns im Niemandsland der Tabelle“, blickt Wittwer voraus und wünscht sich zum Abschluss des Jahres natürlich einen Sieg.