nach oben
Hier gab’s Elfmeter für TSV Grunbach: Moritz Bischoff (rechts) soll Dirc Prediger gefoult haben. Marko Hovac vergab den Elfer und die Chance auf den Ausgleich gegen den FC Nöttingen.
17.09.2013

FC Nöttingen bremst forschen TSV Grunbach

Das war ein packendes Derby, so ganz nach dem Geschmack der 1460 Zuschauer im Nöttinger Panoramastadion. Nach 90 Minuten voller Spannung und Dramatik besiegte der FC Nöttingen den TSV Grunbach verdient mit 1:0 (1:0). Das Tor des Tages erzielte Verteidiger Holger Fuchs in der 22. Minute per Kopfball.

Bildergalerie: Derby: FC Nöttingen besiegt TSV Grunbach mit 1:0

Bildergalerie: 1:0 im Derby: FC Nöttingen schlägt TSV Grunbach

Grunbachs Marko Kovac scheiterte in der 54. Minute mit einem Foulelfmeter an Nöttingens gutem Keeper Robin Kraski. In der Nachspielzeit sah Grunbachs Matthias Fixel Gelb-Rot wegen Meckerns.

Mit diesem Erfolg ist der FC Nöttingen bis auf zwei Punkte an die Tabellenspitze herangerückt. Grunbach findet sich punktgleich mit Spitzenreiter 1.FC Bruchsal auf Platz zwei wieder. Beide Mannschaften agierten 90 Minuten lang auf Augenhöhe und ließen erkennen, dass sie in dieser Saison weit vorne mitspielen können.

„Wir haben die erste Halbzeit völlig verschlafen, haben uns viele unnötige Fouls geleistet. Dann haben wir einen Elfmeter geschenkt bekommen, ihn aber nicht genutzt. Sonst wäre das Spiel vielleicht gekippt. Aber über 90 Minuten war Nöttingen besser“, sagte Adis Herceg vom Trainerduo des TSV Grunbach. Zufrieden war Nöttingens Coach Michael Wittwer: „Die Mannschaft hat es heute gut gemacht. Aber auch für einen Derby-Sieg gibt es nur drei Punkte.“

Einige Umstellungen

Beim FC Nöttingen stand Yasin Ozan in der Startelf für Niklas Hecht-Zirpel. Er stürmte neben Michael Schürg. In der Abwehr-Viererkette hatte Trainer Michael Wittwer umgestellt: Für Simon Frank verteidigte Holger Fuchs auf der linken Seite. Für Fuchs rückte Sascha Paseka in die Innenverteidigung. Beim TSV Grunbach ersetzte Hüseyin Öztürk den angeschlagenen Kapitän Sebastian Rutz im Mittelfeld.

Beide Teams kämpften mit offenem Visier. Schon in der 1. Minute hätte Paseka nach Flanke von Reinhard Schenker das 1:0 machen können. Munter ging es hin und her, trotz Dauerregens in Nöttingen. In der 11. Minute ein Angriff über die starke linke Grunbacher Seite. Fatih Ceylan flankte nach innen, dort lenkte Paseka den Ball an die Latte des eigenen Tores: Viel Glück für die Nöttinger in dieser Szene.

Dann in der 22. Minute einer der vielen Freistöße für Nöttingen, die stets von Reinhard Schenker getreten wurden. Sein Ball von der linken Seite segelte in den Strafraum, dort berührte Holger Fuchs die Kugel ganz leicht und lenkte sie in die lange Ecke – unhaltbar für Manuel Salz im Grunbacher Kasten. Dirk Prediger hatte in der 42. Minute den Augleich auf dem Fuß, doch sein Flachschuss von links zischte am langen Eck vorbei.

Nach der Pause sah man das Bemühen der Gäste, den Augleich machen zu wollen. Schiri Daniel Leyhr meinte es gut mit Grunbach, als er in der 54. Minute einen Elfmeter gab, obwohl Moritz Bischof im Duell mit Dirk Prediger erkennbar den Ball gespielt hatte. Doch Marko Kovac schoss so schwach, dass Robin Kraski wenig Mühe hatte.

Viele Nöttinger Chancen

Jetzt wurde das Derby hitziger, war immer wieder unterbrochen durch Fouls und lebhafte Diskussionen. Grunbach gab alles, aber Nöttingen bekam nach und nach wieder Zugriff auf diese Partie und hatte mehrfach die Gelegenheit, zu erhöhen. In der 58. Minute vertändelte Mario Bilger den Ball nach einem Konter und Zuspiel von Michael Schürg. In der 65. Minute zischte ein 25-Meter-Schuss des agilen Schürg knapp über die Latte.

In der 85. Minute hatte erneut Linksfuß Mario Bilger die ganz große Chance, den Sack endlich zuzumachen. Doch erst schoss er Fatih Ceylan an, dann scheiterte er auch noch an dem auf der Torlinie stehenden Grunbacher Mittelfeldspieler Joao Tardelli.