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Niklas Kolbe könnte auf seinen Vater Norbert treffen.  Hennrich
Niklas Kolbe könnte auf seinen Vater Norbert treffen. Hennrich
10.10.2016

FC Nöttingen drückt Niefern die Daumen

In der Liga pfui, im Pokal hui. Der FC Nöttingen hat endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert. Während es in der Regionaliga Südwest momentan überhaupt nicht läuft – vier Niederlagen in Folge – war die Mannschaft von Trainer Dubravko Kolinger dafür wieder im BFV-Pokal erfolgreich. Beim Oberligisten SV Spielberg gewann der FCN das Viertelfinal-Duell mit 3:2, nun steigt die Vorfreude aufs Halbfinale.

Gegen wen die Lilahemden hier ran müssen, steht noch nicht fest. Erst müssen die restlichen Viertelfinal-Partien ausgetragen werden. Am heutigen Dienstag (18.30 Uhr) empfängt der Verbandsligist FV Lauda den Regionalligisten Astoria Walldorf. Am 1. November trifft um 14 Uhr Verbandsligist TSG Weinheim auf den Regionalligisten Waldhof Mannheim, am selben Tag um 15 Uhr versucht Landesligist FV 09 Niefern gegen den Verbandsligisten Heidelberg-Kirchheim für die nächste Sensation zu sorgen. Gelingt dies, könnte es im Halbfinale zum spannenden Duell gegen den FC Nöttingen kommen. „Niefern wäre schön“, sagt FCN-Manager Dirk Steidl. „Kurze Wege, toller Sportplatz, dazu noch Siegchancen.“ Außerdem würde es ein großes Wiedersehen mit „befreundeten Vereinsfunktionären“ (Steidl) geben. Nieferns Clubboss Roman Gichau wie auch Trainer Norbert Kolbe spielten früher für den FC Nöttingen.

Ob es diesen Pokalkracher gibt, entscheidet sich am 1. November. Laut dem badischen Fußballverband könnte die Auslosung der Halbfinal-Partien nach dem Niefernspiel stattfinden.

Wer weiß, vielleicht treffen Nöttingen und die 09er – sollte der FVN weiterkommen – ja auch erst im Pokalfinale aufeinander. Ein Schlagerspiel in der ersten Runde des DFB-Pokals wäre in der Region dann gesichert.

Sicher ist auch die Ausschüttung von Geldern an einige Vereine, die im BFV-Pokal mindestens das Achtelfinale erreicht haben. Der Badische Fußballverband (BFV) kalkuliert mit 40 000 Euro vom Deutschen Fußballbund, die er nach der Saison 2016/17 wieder rückwirkend an die Clubs auszahlen wird. Folgende Verteilung sieht der BFV vor:

Verlierer des BFV-Pokalfinals erhält 40% (ca. 16 000 €)

die zwei unterlegenen Halbfinalisten je 10% (ca. je 4000 €)

die unterlegenen Viertelfinalteilnehmer je 5% (ca. je 2000 €)

die unterlegenen Achtelfinalteilnehmer je 2,5% (ca. je 1000 €).

Der FC Nöttingen kann also schon jetzt mit rund 4000 Euro rechnen, Niefern mit 2000.

Einen „Finaltag der Amateure“ wird es nächstes Jahr live in der ARD auch wieder geben.