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09.05.2011

FC Nöttingen erhält Regionalliga-Lizenz und will neuen Rasen

NÖTTINGEN. Wenn sich der FC Nöttingen sportlich für die Regionalliga qualifiziert, werden dem Fußball-Verein aus Remchingen keine verbandsrechtlichen Hürden im Weg stehen. Ende April erhielt der Verein, wie auch alle anderen Bewerber, eine Regionalliga-Lizenz für die Saison 2011/2012. Damit dann auch auf einem standesgemäßen Platz gespielt werden kann, will der Verein auch den Stadionrasen sanieren.

Im Lizenzierungsverfahren hat der Verein sowohl im technisch-organisatorischen als auch im wirtschaftlichen Bereich grünes Licht für die Regionalliga vom Süddeutschen Fußballverband erhalten. Die bis zum 3. Juni 2011 noch zu erfüllenden acht Auflagen sind nach Vereinsangaben überwiegend Kleinigkeiten und Formalien. Wenn der Aufstieg feststehen sollte, gilt es noch, die geforderte Anzahl von Sitzplätzen zu schaffen.

Auch baulich gibt es in Nöttingen weiter viel zu tun. Nach der Komplettsanierung des Sanitärtraktes im Januar 2011 wird derzeit von der „Rentnerband“, eine Gruppe meist älterer ehrenamtlicher Mitarbeiter im Verein, der Trainingsplatz mit einer Umzäunung versehen. Als nächstes Großprojekt haben Vorstand und Aufsichtsrat für die Saison 2011/2012 die Komplettsanierung des Rasens im Panoramastadion beschlossen. Die Kosten sollen rund 260 000 Euro betragen, 105 500 Euro muss der Verein aufbringen.

Notwendig wird das neuerliche Großprojekt auch wegen der intensivierten Jugendarbeit in Remchingen. Derzeit werden im Panoramastadion jährlich 60 bis 70 Spiele ausgetragen. Dies verkraftet die 35 Jahre alte Rasenfläche nicht mehr länger. Und ein neuer Rasen würde auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die die Platzpflege machen, deutlich entlasten.

Bei der bereits am 14. Juni beginnenden Maßnahme wird zuerst die vorhandene Grasnarbe entfernt. Anschließend werden rund 30 Zentimeter des vorhandenen Oberbodens abgetragen sowie die nur teilweise vorhandene Drainage entfernt. Der nächste Arbeitsschritt wird der Einbau einer komplett neuen leistungsfähigen Drainage sein. Abgeschlossen wird das Projekt durch das Einbringen des neuen Unterbaus sowie der Verlegung eines neuen Rollrasens Anfang Juli. Vorstand und Aufsichtsrat beschäftigen sich nun seit mehr als acht Jahren mit diesem Projekt. Wegen der schwierigen Finanzierung musste man das Projekt jedoch immer wieder verschieben.

Wegen des Vereinsanteils an der Platzsanierung von mehr als 100 000 Euro hatte sich der Verein in der Hoffnung auf einen Sonderzuschuss an die Gemeinde gewandt. Doch die Gemeinde lehnte eine Bezuschussung über das übliche Maß (20 Prozent) hinaus ab. Deshalb will der Verein versuchen, die restliche Summe im Rahmen einer groß angelegten Spenden- und Bausteinaktion mit der Bezeichnung „Mindestanforderung Infrastruktur“ zu beschaffen, die bereits angelaufen ist.ok/pm