nach oben
Die Oberhand  behält hier Nöttingens Timo Brenner gegen Freibergs Diamant Avidiu.
Die Oberhand behält hier Nöttingens Timo Brenner gegen Freibergs Diamant Avidiu. © Becker
22.10.2010

FC Nöttingen gegen SGV Freiberg: Mit Moral zum Sieg

REMCHINGEN-NÖTTINGEN. Die Fußballer des FC Nöttingen sind im Moment einfach nicht zu stoppen: Am Freitag Abend setzte sich der Oberligist aus Remchingen knapp mit 3:2 (2:1) gegen den SGV Freiberg durch.

In der kampfbetonten und von beiden Seiten aggressiv geführten Begegnung erwischten die Gäste den besseren Start. Der FCN schien sich noch im Halbschlaf zu befinden und geriet folglich früh ins Hintertreffen. Nach einem Foul von Mittelfeldakteur Felix Zachmann am starken Freiberger Stürmer Marian Asch, der ständig für Gefahr sorgte, entschied der Unparteiische Justus Zorn auf Strafstoß für den SGV. Diesen konnte Nöttingens Torhüter Daniel Jilg zwar noch parieren, gegen den Nachschuss von Alexander Hirning war der 31-Jährige jedoch machtlos (10. Minute).

Viktor Kärcher stark

Wachgerüttelt durch diesen Schock besannen sich die Gastgeber nun auf ihre Stärken, rissen das Kommando an sich und wurden wenig später für ihre Mühen belohnt. Nach einem feinen Gassenball von FCN-Kapitän Viktor Kärcher besorgte Stürmer Leutrim Neziraj freistehend vor SGV-Schlussmann Milan Jurkovic den Ausgleich (18.). Fünf Minuten später traf Dejan Svjetlanovic per Kopf sogar zur Nöttinger Führung, nachdem der starke Kärcher eine perfekt getimte Flanke von der linken Seite geschlagen hatte.

Nach der Halbzeitpause verflachte die Partie. Die Lila-Weißen gingen nicht mehr so konzentriert zu Werke und kassierten in der 66. Minute aus heiterem Himmel den Ausgleich. Der eingewechselte Semih Dalyanci besorgte mit einem Schuss aus elf Metern Entfernung ins lange Toreck das 2:2. Im Anschluss nahmen die Nöttinger das Heft dann wieder in die Hand – man merkte der Mannschaft von Trainer Michael Wittwer an, dass sie die Partie unbedingt gewinnen wollte. Durch eine feine Einzelaktion brachte Riccardo Di Piazza seinen FCN in der 70. Minute wieder in Front. Der junge Spielmacher setzte sich kurz vor dem gegnerischen 16-Meter-Raum gegen zwei Gegenspieler durch und traf mit seinem schwächeren linken Fuß zum erlösenden 3:2. Zehn Minuten später verpasste Neziraj nach einem schönen Solo die Entscheidung, als er das Leder aus 16 Metern an den Pfosten nagelte. In der Schlussphase zeigten die Gastgeber dann zwar noch einmal Nerven, das Team rettete den Vorsprung jedoch über die Zeit.