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Die größte Chance für den FCN vergab Thorben Schmidt. Er scheiterte aus drei Metern am VfR-Keeper Levent Cetin. Foto: Ripberger
Die größte Chance für den FCN vergab Thorben Schmidt. Er scheiterte aus drei Metern am VfR-Keeper Levent Cetin. Foto: Ripberger
Platzverweis Nummer ein: Mannheims Mohamed Cherief (knieend) muss das Feld verlassen. Foto: Ripberger
Platzverweis Nummer ein: Mannheims Mohamed Cherief (knieend) muss das Feld verlassen. Foto: Ripberger
Platzverweis Nummer zwei: Mannheims Ercan Arslan (Zweiter von links) sah nach einem bösen Foul an Reinhard Schenker (Boden) von Schiri Michael Kempter Rot.  Foto: Ripberger
Platzverweis Nummer zwei: Mannheims Ercan Arslan (Zweiter von links) sah nach einem bösen Foul an Reinhard Schenker (Boden) von Schiri Michael Kempter Rot. Foto: Ripberger
01.04.2013

FC Nöttingen gegen VfR Mannheim: Spiel der verpassten Chancen

Der FC Nöttingen spielt gegen einen dezimierten VfR Mannheim nur 0:0. Zweimal Rot für die Gäste war am Ende kein Vorteil für die Lilaweißen.

Es war mit Sicherheit ein 0:0 der unterhaltsamen Sorte, was der FC Nöttingen und der VfR Mannheim am Ostersamstag im Panoramastadion boten. Hoher Einsatz, große Laubereitschaft und dicke Chancen auf beiden Seiten. Gewürzt wurde das Ostermenü durch zwei Rote Karten für die Gäste in der zweiten Halbzeit. Doch die 20 Minuten andauernde doppelte Überzahl vermochte der FC Nöttingen nicht zum entscheidenden Treffer zu nutzen.

Deshalb ärgerte sich Trainer Michael Wittwer „dass uns vor dem Tor einfach die Abgezocktheit gefehlt hat“. Sein Kollege Kenan Kocak vom VfR Mannheim hingegen meinte: „Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Jungs, wie sie in doppelter Unterzahl gefightet haben.“ Der Gästetrainer sagte das auch vor dem Hintergrund, dass seine Mannschaft nach einem Bericht des „Mannheimer Morgen“ im März keine Gehälter bezahlt bekommen hat. Der Traditionsverein aus der Quadratestadt ist klamm. Der lange Winter ohne Einnahmen hinterlässt Spuren.

Mit einem Sieg hätte der FC Nöttingen vielleicht noch einmal ganz oben in der Tabelle der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg anklopfen können. Nach dem enttäuschenden Remis ist wohl auch die letzte theoretische Chance dahin. „Nach oben brauchen wir vorerst mal nicht zu schauen. Das sind ganz klar zwei verlorene Punkte“, meinte FCN-Torjäger Leutrim Neziraj nach der Partie. Neziraj bemängelte auch die schlechte Chancenverwertung.

Das ging in der 14. Minute los, als Mario Bilger, Demis Jung und Neziraj mit einer Dreifachchance scheiterten. Und in der 44. Minute drosch Neziraj den Ball aus 28 Metern an den Querbalken – das war Pech. Doch auch Mannheim kam zu Chancen. Giuseppe Burgio scheiterte noch in der 25. Minute an Torhüter Sascha Rausch. In der 32. Minute ließ derselbe Spieler Nöttingens Linksverteidiger Simon Frank wie eine Slalomstange stehen und knallte den Ball an die Unterkante der Latte.

Es war das Spiel der verpassten Großchancen. Das ging in Halbzeit zwei munter weiter. Die Mannheimer Cihad Ilhan und Norbert Kirschner verdaddelten in der 47. Minute hintereinander zwei dicke Gelegenheiten. Auf der Gegenseite brachte es Thorben Schmidt zwei Minuten später fertig, aus drei Metern frei stehend den am Boden liegenden VfR-Keeper Levent Cetin anzuschießen.

Dann dezimierte sich Mannheim selbst. Erst ließ sich Mohamed Cherief zu einer Tätlichkeit gegen Demis Jung hinreißen (56.). Eine Viertelstunde später ging der 30 Sekunden zuvor eingewechselte Ercan Arslan etwas übermotiviert gegen Reinhard Schenker zur Sache und sah dafür ebenfalls Rot. Platzverweis Nummer eins war für Kenan Kocak nachvollziehbar. Für die zweite Rote Karte, die Schiri Michael Kempter zückte, hatte er kein Verständnis. Aber die doppelte Unterzahl setzte bei den Gästen enorme Kräfte frei. Nöttingen kam nur noch zu einer Großchance, als der eingewechselte Jannik Froschauer per Flugkopfball aus fünf Metern drüberköpfte (82.).

Am Mittwoch muss der FCN (17.45 Uhr) beim Abstiegskandidaten FSV Bissingen ran.