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Aufgepasst: Michael Wittwer will mit dem FC Nöttingen gleich im ersten Spiel des Jahres ein Zeichen setzen. © Becker. PZ-Archiv
17.02.2011

FC Nöttingen geht Angriffslustig nach Kehl

NÖTTINGEN. Der FC Nöttingen startet als Aufstiegsfavorit in die Rückrunde der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg. Trainer Michael Wittwer will aber den Druck von seiner Mannschaft nehmen: „Ich rede nicht von Meisterschaft.“

Bildergalerie: Der FC Nöttingen gewinnt gegen Sonnenhof Großaspach mit 3:0

Die Fakten sind klar: Der FC Nöttingen führt die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung an. Souverän spulte die junge Mannschaft von Michael Wittwer ihr Programm in der Hinrunde ab. Nur eine Niederlage gab es. Am Freitag, 17. September, siegte der SV Waldhof Mannheim mit 2:0 im proppevollen Panoramastadion. Es war eines der besseren Spiele der Nöttinger. Doch das Pech klebte den Stürmern an diesem Abend an den Schussstiefeln.

Der SV Waldhof, aktueller Tabellenzweiter, gilt weiter als schärfster Konkurrent der Lilaweißen im Titelrennen der Oberliga. Michael Wittwer will von solchen Rechenspielen allerdings (noch) nichts wissen. „Ich sehe keine Konkurrenten im Titelkampf, denn ich rede nicht von der Meisterschaft“, sagt der erfahrene Ex-Profi, der übrigens heute seinen 44. Geburtstag feiert.

Wittwer ist ein alter Hase im Fußballgeschäft. Deshalb weiß er sehr genau, wie schnell sich der Wind drehen kann. Das sieht auch der FCN-Vorstandsvorsitzende Dirk Steidl so: „Wir haben jetzt 17 Spiele gemacht, 19 folgen noch. Da kann noch so viel passieren. Warten wir mal ab bis Ende März, dann wird Michael Wittwer vielleicht ein genaueres Ziel definieren“, sagt Steidl.

Schon das erste Spiel im Jahre 2011 hat es in sich für den FC Nöttingen. Am Samstag gastiert der Tabellenführer zu einem Nachholspiel beim Kehler FV (15.00 Uhr, Rheinstadion). Die Partie hätte eigentlich vor Weihnachten stattfinden sollen, wurde aber wegen der schlechten Platzverhältnisse abgesagt. Das Hinspiel gewann der FC Nöttingen am ersten Spieltag mit 3:1. „Kehl ist eine Mannschaft mit super Einzelspielern. In der Vorrunde hatten wir zu kämpfen. Das wird am Samstag schwer genug“, weiß Michael Wittwer, was auf seine Mannschaft gegen den Tabellenneunten zukommt.

Kehl hatte ebenso wie der FC Nöttingen eine recht gute Winter-Vorbereitung. Die Truppe von Trainer Bora Markovic überzeugte vor allem beim 2:2 gegen den Regionalligisten SC Freiburg II. Nöttingen kann da aber locker mithalten. Der letzte Test gegen den Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach wurde mit 3:0 gewonnen. Überhaupt gewann die Wittwer-Elf alle fünf Vorbereitungsspiele. In Nöttingen wird das nicht unbedingt als gutes Omen gesehen. Denn die Vorbereitung auf die Hinrunde lief schlecht, und der Start in die Saison war überragend.

In Kehl mit zwei Spitzen

Beim Spiel in Kehl wird der Nöttinger Cheftrainer seiner Erfolgself das Vertrauen schenken. „Alle Spieler sind fit und einsatzbereit. Ich sehe keine Veranlassung, irgendetwas zu ändern“, sagt Michael Wittwer. Im Angriff sind nach wie vor Metin Telle und Leutrum Neziraj gesetzt. „Wir spielen auch in Kehl mit zwei Spitzen. Wir wollen in der Tabelle vorne bleiben und spielen auf Sieg“, fordert Wittwer einen selbstbewussten Auftritt seiner Elf in der Ortenau. Die Winter-Neuzugänge Matteo Monetta (Angriff) und Reinhard Schenker (Abwehr) müssen vorerst noch hinten anstehen und sich ihre Einsatzchance erkämpfen.