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Konzentriert verfolgen  wird Nöttingens Abwehrchef und Co-Trainer Dubravko Kolinger die erste Trainingswoche, die er in Abwesenheit von Chefcoach Michael Wittwer leitet.
Konzentriert verfolgen wird Nöttingens Abwehrchef und Co-Trainer Dubravko Kolinger die erste Trainingswoche, die er in Abwesenheit von Chefcoach Michael Wittwer leitet. © Gössele/PZ-Archiv
14.01.2011

FC Nöttingen gibt wieder Gas

REMCHINGEN-NÖTTINGEN. Genug ausgeruht. Jetzt wird etwas getan. Schließlich soll die Spitzenposition in der Fußball-Oberliga verteidigt werden. Deshalb ist der FC Nöttingen nun in die Vorbereitung gestartet.

Um 18.00 Uhr am Freitagabend begrüßte Abwehrchef und Co-Trainer Dubravko Kolinger das Team zur ersten Übungseinheit im Jahr 2011. Der 35-jährige Ex-Profi des Karlsruher SC und des FC St. Pauli vertritt in der ersten Trainingswoche seinen Chefcoach Michael Wittwer, der noch im Urlaub in Südafrika weilt. „In den nächsten Tagen wird die Grundlagenausdauer an oberster Stelle stehen“, verriet Kolinger gestern, was seine Kollegen zum Auftakt erwartet. „Wir werden jedoch überwiegend auf dem Platz trainieren.“

Mit einer guten, zielgerichteten Vorbereitung will der FCN in den nächsten Wochen den Grundstein für eine Rückserie legen, die ähnlich erfolgreich verlaufen soll, wie die phänomenale Hinrunde. 40 Punkte aus 17 Partien bedeuteten am Ende des vergangenen Jahres den ersten Platz und die Herbstmeisterschaft in der Oberliga Baden-Württemberg. Der beachtliche Vorsprung von fünf Zählern auf den zweitplatzierten SV Waldhof Mannheim ließ bei den Lila-Weißen in der Winterpause den Traum vom Titel und vom Aufstieg in die Regionalliga Süd reifen – auch wenn es öffentlich sowohl die Spieler und der Trainerstab als auch die Clubführung vehement vermeiden, davon zu sprechen. „Dieses Thema ist für mich nach wie vor tabu. Wir haben uns vor dieser Saison das Ziel gesetzt, besser abzuschneiden als in der vergangenen Spielzeit“, sagte Kolinger gestern.

Personell hat sich beim FCN in der Winterpause auch etwas getan. Der erst im Sommer des vergangenen Jahres von den A-Junioren des SV Waldhof Mannheim verpflichtete Deutsch-Türke Enes Karakoca (19) verlässt den Verein nach nur sechs Monaten wieder – mit unbekanntem Ziel. Dafür wechselt der 22 Jahre alte Student Reinhard Schenker, ein rechter Außenverteidiger, vom hoch gehandelten Verbandsligisten VfR Mannheim zu den Nöttingern.

Schäfer kommt im Sommer

Einigkeit hat der FCN inzwischen auch mit Marius Schäfer vom SV Spielberg erzielt. Nöttingens Clubchef Dirk Steidl meldete den Transfer des 22-jährigen Torjägers auf Nachfrage der PZ am gestrigen Abend als perfekt, nachdem dieser unter der Woche den SVS informiert hatte. In der Rückrunde wird Schäfer dem Verbandsliga-Spitzenreiter aber noch erhalten bleiben, weil er erst am 1. Juli dieses Jahres zum FC Nöttingen wechselt, wo er einen Zweijahresvertrag erhält.