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Legt sich  für den FC Nöttingen immer voll ins Zeug: In Bahlingen wurde Dubravko Kolinger (rechts) für seinen großen Einsatz belohnt. Der Nöttinger Abwehrchef markierte in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich.
Legt sich für den FC Nöttingen immer voll ins Zeug: In Bahlingen wurde Dubravko Kolinger (rechts) für seinen großen Einsatz belohnt. Der Nöttinger Abwehrchef markierte in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich. © Ehret
12.09.2010

FC Nöttingen hat das Glück des Tüchtigen

BAHLINGEN. Der FC Nöttingen bleibt auch nach dem achten Spieltag in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg weiter ungeschlagen. Beim 1:1 in Bahlingen traf Dubravko Kolinger allerdings erst in der Nachspielzeit.

Die Kader beider Teams waren etwas ausgedünnt. Bei Nöttingen fehlte kurzfristig Mittelfeld-Ass Di Piazza (Angina) und Bahlingen musste erneut auf Züfle und Stuckart verzichten. Dagegen konnte BSC-Trainer Jens Scheuer die angeschlagen Akteure Giuliano Saggiomo und Sedat Ülker in die Startelf berufen.

Mit einigem Selbstbewusstsein setzte der FCN den Gastgeber vom Anpfiff weg unter Druck. Schon in der achten Minute resultierte daraus die erste Gästechance. Leutrim Neziraj zielte jedoch neben das Tor. Bahlingen versteckte sich nicht und hielt mit hohem Engagement dagegen. Besonders Fiand über die rechte Seite war von der FCN-Defensive kaum zu halten.

Die erste Tormöglichkeit für die Kaiserstühler hatte Routinier Giuliano Saggiomo. Der Ballkünstler zirkelte einen Freistoß aus gut 20 Metern knapp über die Querlatte (17.). Glück für den FCN in der 38. Minute: FCN-Keeper Daniel Jilg konnte gerade noch einen Schuss von Rino Saggiomo von der Strafraumgrenze mit der Brust ins Toraus bugsieren. Sieben Minuten später machte es der Italiener besser. Der agile Fiand hatte sich erneut durchgesetzt und sein Pass netzte Saggiomo an Jilg vorbei in die Maschen zum 1:0 (45.). Fast wäre Nöttingen noch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zum Ausgleich gekommen, doch Metin Telles Kopfball nach einem Eckball strich nur knapp übers Gebälk.

Unterhaltsam blieb es auch nach Wiederanpfiff im Kaiserstuhlstadion. Beide Teams marschierten weiter nach vorne. Die Defensivreihen standen jedoch stabil. Chancen blieben bis zur 70. Minute Mangelware.

Dann fasste sich Bahlingens Häringer aus 25 Metern ein Herz und feuerte ab. Im Gästetor musste sich erneut Jilg mächtig strecken, um die Kugel abzuwehren. Im Gegenzug rettete BSC-Keeper Neumann aus kurzer Distanz gegen Timo Brenner. Bahlingens Defensive ackerte weiter ohne Fehler. Nöttingen fehlten dagegen die Ideen, um den Riegel zu knacken. Aber auch Bahlingen wirkte im Abschluss zu unkonzentriert. Kurz vor dem Ende scheiterte der eingewechselte Sandmann freistehend an Jilg. Pfahler vergab ebenso aussichtsreich eine gute Chance.

Ausgleich per Fallrückzieher

Das rächte sich in der Nachspielzeit. Nöttingen drängte auf den Ausgleich und nutzte einen Ballverlust der Heimelf. Der nimmermüde Dubravko Kolinger netzte blitzschnell per Fallrückzieher nach einem Pressschlag zum 1:1-Ausgleich ein. Der agile Holger Fuchs und Marco Mössner hatten die Vorarbeit geleistet. Danach war Schluss und der Tabellenführer jubelte über den späten Punktgewinn. „Das Ausgleichstor fiel in der 93. Minute. Das ist irgendwo Glück. Wenn man oben steht, hat man das Quäntchen Glück eben“, meinte Nöttingens Trainer Michael Wittwer nach der Partie, der vor allem mit der Leistung in der ersten Halbzeit nicht zufrieden war. „Am Ende haben wir die Brechstange ausgepackt, um ein Tor zu machen. Aber auswärts müssen wir die Punkte mitnehmen, wie ist egal. Deshalb stehen wir vorne.“

Mit 18 Punkten und 12:4 Toren belegen die Lila-Weißen weiterhin den ersten Tabellenplatz. Am kommenden Freitag wartet schon das nächste Kracherspiel auf den FCN. Waldhof Mannheim ist zu Gast.