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Vorlagengeber und Vollstrecker: Nöttingens Mittelfeldspieler Timo Brenner (hinten) und Stürmer Metin Telle. Foto: PZ-Archiv, Eibner
Vorlagengeber und Vollstrecker: Nöttingens Mittelfeldspieler Timo Brenner (hinten) und Stürmer Metin Telle. Foto: PZ-Archiv, Eibner
27.10.2011

FC Nöttingen hat sein Kämpferherz entdeckt

Vor einigen Wochen forderte Michael Wittwer eine Serie von seinen Nöttinger Spielern. Und diesen Gefallen hat der Fußball-Oberligist seinem Trainer mittlerweile auch getan. Durch den knappen 3:2-Heimsieg gegen den FC Astoria Walldorf ist der FCN nun schon seit sechs Partien ungeschlagen. Auch wenn zuvor gegen Hollenbach und Bonlanden lediglich zwei magere Remis herausgesprungen sind. „Die Mannschaft spürt aber langsam, dass sie – falls spielerische Mittel versagen – vor allem kämpferische Akzente auf dem Platz setzen muss“, hielt Wittwer fest. „Außerdem war Walldorf die stärkste Mannschaft, gegen die wir bisher vor eigenem Publikum gespielt haben.“

Im Kräftemessen mit dem lauffreudigen und kombinationssicheren Oberliga-Rivalen haben die Lila-Weißen zumindest gegen Ende der ersten Hälfte ihr Kämpferherz entdeckt. „Davor sind wir fast nur hinterhergerannt und haben uns dominieren lassen. Es musste sich was ändern“, gestand Timo Brenner, der an allen drei Nöttinger Treffern beteiligt war. Dabei wirkte der 0:1-Rückstand (37.) durch Daniel Hahn wie ein kleiner Weckruf für die Gastgeber. Schon kurze Zeit später zahlte sich zum ersten Mal der kämpferische Einsatz vor dem gegnerischen Strafraum aus, als Riccardo Di Piazza Nebenmann Brenner bediente und der zum 1:1 (41.) abschloss. Auch das 2:1 durch Metin Telle (45.) fiel aus ähnlicher Position. Diesmal hatte Brenner durchgesteckt. Und der 20-Jährige bereitete auch noch das 3:2 von Leutrim Neziraj (68.) vor.

Als Nöttinger Sorgenkind erwies sich freilich einmal mehr die Abwehr. Schon beim ersten Gegentreffer hatte die Viererkette schlecht ausgesehen. Ein verunglückter Kopfball ging auch dem Walldorfer 2:2 durch Yasin Ozan voraus. „Nach vorne läuft es ganz ordentlich. Nur defensiv haben wir fast in jedem Spiel den ein oder anderen Aussetzer. Daran müssen wir unbedingt arbeiten“, meinte FCN-Torschütze Neziraj.

Besser machen kann das der FCNöttingen im nächsten Spiel am kommenden Dienstag beim Tabellennachbarn FV Illertissen (14.30 Uhr). Gegen das Team von Trainer Karl-Heinz Bachthaler hat sich der FCN aber auch schon in der letzten Runde schwergetan und nur zwei torlose Unentschieden erzielt.