nach oben
Pokalfeier mit Feuerwerk: 2012 schlug der FC Nöttingen im Endspiel die Spvgg Neckarelz, 2013 könnte es auch bei einer Finalniederlage gegen den Karlsruher SC Grund zum Feiern geben. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
Pokalfeier mit Feuerwerk: 2012 schlug der FC Nöttingen im Endspiel die Spvgg Neckarelz, 2013 könnte es auch bei einer Finalniederlage gegen den Karlsruher SC Grund zum Feiern geben. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
24.04.2013

FC Nöttingen hofft auf Finale gegen den KSC im eigenen Panoramastadion

Remchingen-Nöttingen. Die Erinnerung an eine der schönsten Niederlagen in der Vereinsgeschichte des FC Nöttingen ist noch frisch. Im August 2012 verloren die Oberliga-Kicker aus Remchingen ihr Spiel in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen Bundesligist Hannover 96 in Reutlingen zwar mit 1:6, durften sich aber auch als Gewinner fühlen. Der Auftritt vor großem Publikum, die Live-Übertragung der achtbaren Leistung im Fernsehen – das war für Nöttingen damals Neuland.

Viel spricht dafür, dass es für die Nöttinger im August 2013 eine Wiederholung gibt. Mit dem 3:1-Erfolg nach Verlängerung im Halbfinale beim Landesligisten FV Lauda sind die Nöttinger erneut ins badische Pokalfinale eingezogen. Das könnte schon reichen, weil Finalgegner Karlsruher SC sich voraussichtlich über die Liga-Platzierung für den DFB-Pokal qualifiziert. Dann dürfte Nöttingen auch bei einer Endspiel-Niederlage wieder auf das große Los hoffen und hätte rund 100000 Euro Fernsehgeld für die erste Pokalrunde schon sicher.

Nöttingens Vereinsboss Dirk Steidl wiegelt ab. „Noch ist nichts sicher. Noch vier Spiele und fünf Punkte Vorsprung für Karlsruhe auf Platz fünf. Alles kann passieren.“

Sicher ist nur, dass der KSC jetzt bei seinen Drittliga-Spielen in Nöttingen ganz viele Fans hat.

Und Steidl wäre nicht Steidl, wenn er sich nicht bereits Gedanken für bevorstehende Pokal-Festtage machen würde. Die betreffen zunächst das badische Pokalfinale am 15. Mai, das auf neutralem Platz stattfinden soll. Der Nöttinger Vorsitzende liebäugelt aber mit einem Endspiel im Nöttinger Panoramastadion. Die besten Chancen sieht er, wenn es für die Karlsruher im BFV-Pokal um nichts mehr geht.

Wo die Nöttinger ihr mögliches Spiel in der ersten DFB-Pokal-Runde am 3./4. August spielen wollen, ist hingegen noch offen. Klar ist für Steidl nur, dass das Thema Pforzheim erledigt ist. „Den Fehler der Vergangenheit werden wir nicht mehr machen. Wir können es uns nicht erlauben, noch einmal so viel Zeit zu verlieren“, erinnert er an den erfolglosen Versuch von 2012, das Holzhof-Stadion in der Goldstadt als Spielstätte zu bekommen. Ein Besuch der DFB-Platzkommission hatte eklatante Mängel in der Spielstätte zutage gefördert, Verhandlungen mit der Stadt über Sanierungarbeiten waren nach langem Hickhack gescheitert.

Da im DFB-Pokal in Nöttingen nicht gespielt werden kann, wäre der naheliegendste Austragungsort das Karlsruher Wildparkstadion. „Über solche Dinge kann ich mit dem DFB erst reden, wenn wir tatsächlich qualifiziert sind“, schweigt sich Steidl aus.

Dass die Nöttinger weiter vom DFB-Pokal träumen dürfen, verdanken sie einem Kraftakt in der Verlängerung von Lauda und einem Doppelschlag durch Reinhard Schenker. Der versenkte einen Elfmeter zum 2:1 (100. Minute) und legte per Freistoß das 3:1 (102.) nach. Vor dem Elfmeter hatte er sich erst mit Timo Brenner abgesprochen („Der fühlte sich nicht so gut“), dann haute er den Ball rein. Seine Gelb-Rote Karte in der Schlussminute nahm er mit Humor: „Ich habe mich nur mit ein paar Zuschauern freundlich unterhalten.“

Auch Trainer Michael Wittwer war trotz der zunächst nicht überzeugenden Leistung milde gestimmt: „Die Verlängerung hätte nicht sein müssen. Aber vor der Verlängerung habe ich meine Spieler noch einmal an ihre Stärken erinnert.“ Und die reichten am Ende.