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Per Freistoß glückte Marco Manduzio (nicht im Bild) beim 5:2-Sieg gegen Linx in der vergangenen Saison der Ausgleich zum 1:1.  Foto: Ripberger, PZ-Archiv 

FC Nöttingen hofft auf Pflichtsieg nach dem Paukenschlag beim VfB

Remchingen-Nöttingen. Es ist eine Binsenweisheit: Ein guter Saisonstart ist wichtig im Fußball. Er bringt Ruhe und Sicherheit in die eigenen Reihen und die Gewissheit, dass man in der Vorbereitung nicht allzu viel falsch gemacht hat.

Dem FC Nöttingen winkt ein super Start in die neue Saison der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg. Denn nach dem sehr überraschenden 1:0-Erfolg am ersten Spieltag beim Topfavoriten VfB Stuttgart II folgt die vermeintlich einfache Hausaufgabe gegen den SV Linx (Samstag, 15.30 Uhr, Kleiner Arena). Dem droht im Falle einer Niederlage ein Fehlstart, denn bereits das erste Spiel verloren die Südbadener zu Hause gegen Freiberg mit 2:4.

Nöttingens Trainer Michael Wittwer ist froh, dass sich seine Mannschaft jetzt erst mal voll auf die Meisterschaft konzentrieren kann. Denn die harte Saison-Vorbereitung und BFV-Pokalauftritte während der Woche gingen zuletzt an die Substanz. Am Mittwochabend zog Pokal-Spezialist FC Nöttingen durch ein schwer erkämpftes 3:2 beim Landesligisten SV Langensteinbach ins Viertelfinale ein. Das findet voraussichtlich Anfang Oktober statt.

Der Auftritt in Karlsbad war zäh. Torhüter Robin Kraski sah die Rote Karte wegen eines Fouls außerhalb des Strafraumes. Zuletzt stand in der Oberliga aber eh Andreas Dups im Tor. Fehlen könnte gegen Linx auch der Siegtorschütze von Stuttgart, Ernesto De Santis. Der Stürmer laboriert weiter an einer Bänderdehnung im Knie. Innenverteidiger Holger Fuchs wird aus privaten Gründen ebenfalls nicht zur Verfügung stehen.

Für De Santis könnte, wie schon in Langensteinbach, „Leo“ Neziraj stürmen. Der traf übrigens schon viermal gegen Linx. Eine Option für die Innenverteidigung wäre Ion-Paul Fratea. Dann würde Colin Bitzer wieder rechts verteidigen, was er in Stuttgart auch sehr gut machte. Als Innenverteidiger wäre auch der junge Kevin Sollorz eine Option.

Dass seine Mannschaft nach dem Paukenschlag von Stuttgart klarer Favorit gegen Linx ist, weiß Michael Wittwer. Dennoch warnt er, die Aufgabe auf die leichte Schulter zu nehmen: „In Langensteinbach waren wir auch klarer Favorit. Was daraus wurde, hat man ja gesehen.“

Für Nöttingen spricht aber auch, dass man gegen diesen Gegner in zehn Oberliga-Vergleichen erst einmal verloren hat. 2018 gab es zu Hause einen 5:2-Sieg.

Martin Mildenberger

Martin Mildenberger

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