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Auf der Suche nach der Topform: Nöttingens Stürmer Michael Schürg (links) im Spiel gegen Pfullendorf. Ripberger 

FC Nöttingen hofft gegen Reutlingen auf deutliche Leistungssteigerung

Nach dem holprigen Start ins Fußballjahr 2016 hofft der FC Nöttingen auf baldige Besserung. Am besten schon am Freitag. Denn um 19.00 Uhr trifft der Tabellenführer der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg im heimischen Panoramastadion auf den alten Rivalen SSV Reutlingen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich die Mannschaft steigern wird“, sagt Trainer Michael Wittwer vor dem Vergleich mit dem ehemaligen Zweitligisten.

Eine Steigerung wird auch notwendig sein, wenn man die Gäste bezwingen will, auch wenn der Gegner in der Abstiegszone der Tabelle zuhause ist.

Nach der 1:3-Pleite in Freiberg und auch nach dem 3:1-Sieg gegen Schlusslicht Pfullendorf war Michael Wittwer nicht zufrieden mit dem Auftreten seiner Schützlinge. In dieser Woche wurde etwas reduziert trainiert und dabei mehr Wert auf die Spritzigkeit gelegt, die zuletzt etwas fehlte.

Was auch fehlte, war die Durchschlagskraft an vorderster Front. Die in Freiberg und gegen Pfullendorf eingesetzten Stürmer Leutrim Neziraj und Michael Schürg sind noch längst nicht bei 100 Prozent. „Es ist kein Zufall, dass ich beide Stürmer in beiden Spielen ausgewechselt habe. Das sollte ihnen zu denken geben“, sagt Michael Wittwer und fordert: „Sie müssen mehr tun, mehr laufen, sich mehr einsetzen.“ Ob der FCN auch am Freitagabend mit zwei Spitzen agieren wird und ob diese dann Neziraj und Schürg heißen werden, wollte Wittwer am Donnerstag noch nicht sagen. Fehlen wird weiter Niklas Hecht-Zirpel wegen einer Knieverletzung. Reinhard Schenker ist wieder im Training.

Beim SSV Reutlingen ist entgegen den eigentlich hohen Saisonziele Abstiegskampf angesagt. Der Sportliche Leiter des SSV, Maurizio Gaudino, nennt als Grund für die bisher schlecht verlaufene Saison „fehlende Geschlossenheit in der Mannschaft.“

Mehr Fluch als Segen war für die Reutlinger sicher der sensationelle 3:1-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Zweitligisten Karlsruher SC. Denn mit der anschließend zugeschriebenen Favoritenrolle kamen die Schwaben nicht zurecht.