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Auf Distanz halten  will der FC Nöttingen (links Marco Mössner) die Oberliga-Konkurrenz.
Auf Distanz halten will der FC Nöttingen (links Marco Mössner) die Oberliga-Konkurrenz. © PZ-Archiv, Becker
21.10.2010

FC Nöttingen kann sich absetzen

REMCHINGEN-NÖTTINGEN. Seit dem ersten Spieltag am 6. August 2010 führt der FC Nöttingen die Tabelle der Oberliga Baden-Württemberg an. Einiges deutet darauf hin, dass das noch einige Zeit so bleiben wird.

Michael Wittwer spricht nicht so gerne über Tabellen-Arithmetik. Dafür hat der Trainer des FC Nöttingen und Ex-Profi schon zu viel erlebt in seiner Fußballer-Karriere. Der 43-Jährige weiß genau, wie schnell sich das Blatt wenden kann. „Ich sage keine Ergebnisse vorher und rechne dann die Tabelle aus. Ich schaue nur auf uns“, sagt Wittwer vor dem heutigen Heimspiel seiner Mannschaft im Panoramastadion (19.30 Uhr) gegen den Sport- und Gesangsverein (SGV) Freiberg.

Ein bisschen Tabellen-Arithmetik ist aus Sicht der Nöttinger aber recht interessant. Bei einem Sieg gegen Verfolger Freiberg (Platz fünf) und einem gleichzeitigen Remis im Verfolgerduell zwischen dem FC Villingen und dem SV Waldhof würde der Vorsprung an der Tabelle weiter anwachsen und die Herbstmeisterschaft wäre ein realistisches Ziel. Doch vor den Erfolg haben auch die Fußball-Götter erst einmal den Schweiß gesetzt. Will heißen: Freiberg muss erst einmal geschlagen werden. Michael Wittwer hat den Gegner beobachtet, unter anderem bei dessen 2:0-Sieg gegen den SV Waldhof. „Waldhof hatte keine Chance. Freiberg zähle ich zu den besten Mannschaften der Oberliga.“

Personell kann Michael Wittwer aus dem Vollen schöpfen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Felix Zachmann in das Team zurückkehren. Der leicht verletzte, zentrale defensive Mittelfeldspieler (Sechser) wurde beim 4:1-Sieg in Neckarrems geschont. Dort spielte Viktor Kärcher auf der Position Sechs. Kärcher rückt jetzt wieder ins linke, Dejan Svjetlanovic ins rechte Mittelfeld. Ignazio Scozzari müsste zunächst mit der Reservebank Vorlieb nehmen. Ansonsten bleibt alles beim alten.

Wieder im Training befindet sich seit geraumer Zeit Moritz Bischoff, der gleich zu Saisonbeginn mit einer schweren Schienbein-Verletzung ausgefallen war. In zwei Spielen der zweiten Mannschaft sammelte der Innenverteidiger Spielpraxis. Mittlerweile ist sein Stammplatz im Oberligateam aber belegt durch Holger Fuchs. Der Neuzugang von den KSC-A-Junioren macht seine Sache sehr gut, lobt Trainer Wittwer.