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Meldet sich zurück:  Leutrim Neziraj (vorne) ist morgen wieder eine Option in der Sturmspitze des FC Nöttingen.
Meldet sich zurück: Leutrim Neziraj (vorne) ist morgen wieder eine Option in der Sturmspitze des FC Nöttingen. © PZ-Archiv, Becker
30.09.2010

FC Nöttingen kann sich an Tabellenspitze festbeißen

PFORZHEIM. Es läuft wie geschmiert beim FC Nöttingen. Der Tabellenführer der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg kann sich in den kommenden Wochen an der Spitze festbeißen. Morgen heißt der Gegner SV Linx.

Klar, dass die Lilaweißen aus Remchingen als haushoher Favorit in die Partie gegen den Aufsteiger gehen (Anpfiff 15.30 Uhr im Panoramastadion). „Wir dürfen aber nicht den Fehler machen, den Gegner nach dem Tabellenstand einzustufen“, warnt Trainer Michael Wittwer vor dem Oberliga-15.. Er weiß, dass der südbadische Verbandsligameister der vergangenen Saison ein paar spielstarke Franzosen im Kader hat. „Die müssen wir eng nehmen und früh im Aufbau stören“ fordert Wittwer, der den Gegner zweimal gesehen hat.

Wieder mit zwei Spitzen

Während Wittwer auswärts gerne mit nur einer Spitze operiert, lässt er im heimischen Stadion zumeist zwei Angreifer auflaufen. Das heißt, dass Leutrim „Leo“ Neziraj gegen Linx höchstwahrscheinlich wieder ins Team zurückkehrt und neben Metin Telle an vorderster Front für Gefahr sorgen soll. „Die Tendenz geht dahin, ich habe mich aber noch nicht festgelegte“, sagte Michael Wittwer gestern.

Zwei Spitzen – das heißt, dass im defensiven zentralen Mittelfeld nur ein Spieler aufgeboten wird. Und der heißt gegen Linx wieder Felix Zachmann. Der spielstarke Blondschopf wurde am vergangenen Freitag im Spiel beim VfL Kirchheim wegen einer Bänderverletzung geschont. „Er hat in dieser Woche wieder trainiert. Und wenn er fit ist, ist er bei uns gesetzt“, lässt Michael Wittwer keinen Zweifel daran aufkommen, wie wichtig der 22-Jährige für das Spiel seiner Mannschaft ist. Michael Cycon, der Neuzugang vom FC Kieselbronn, muss deshalb wieder auf die Bank. „Defensiv ist er noch nicht soweit. Aber wenn wir mit Doppel-6 spielen ist Michael immer eine Option“, erklärt Wittwer.

Obwohl seine Mannschaft in der Oberliga eine prächtige Rolle spielt, verschwendet der Nöttinger Trainer angeblich keine Gedanken an Tabellenführung oder gar Meisterschaft und Aufstieg. „Dafür ist es doch noch viel zu früh. Ich denke von Spiel zu Spiel. Im Fußball kann alles so schnell gehen. Warten wir mal bis Dezember. Dann werden wir eine erste Bilanz ziehen.“

Wie gefestigt die Mannschaft von Michael Wittwer derzeit ist, zeigte der 3:1-Sieg am vergangenen Freitag beim VfL Kirchheim. Dabei hatte man in der Woche zuvor mit 0:2 gegen den SV Waldhof die erste Saison-Niederlage kassiert – eine ganz bittere, denn der FC Nöttingen hatte ein deutliches Chancenplus.

Nach der Partie gegen den SV Linx wartet schon am kommenden Mittwoch, 6. Oktober, das nächste Pflichtspiel auf den FC Nöttingen. Im Achtelfinale des BFV-Pokals gastiert um 19.00 Uhr der Oberliga-Rivale ASV Durlach in Nöttingen. Auch in diese Partie gegen das Oberliga-Schlusslicht geht der FCN als klarer Favorit.