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Kämpfen bis zur letzten Sekunde musste der FC Nöttingen mit Demis Jung (links) und Marcel Rapp (rechts), nachdem die Gastgeber es versäumt hatten, das Spiel gegen Bissingen (Domenico Botta/Mitte) frühzeitig zu entscheiden.  Foto: Gössele 

FC Nöttingen lässt beim 2:1 gegen Bissingen viele Chancen liegen

Immer wieder muss Michael Wittwer in der laufenden Oberliga-Spielzeit das Gleiche bemängeln: die Chancenverwertung. „Es ist für uns das Problem der Saison“, ärgerte sich der Trainer des FC Nöttingen nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg gegen Aufsteiger FSV Bissingen. Dabei schien sein Team nach den Toren von Mario Bilger (7.) und Niklas Hecht-Zirpel (55.) auf dem besten Weg, dem Trainer und den Fans einen entspannten Nachmittag zu verschaffen. Doch spätestens mit dem Anschlusstreffer durch Dima Schichurin (64.) begann eine Zitterpartie, die erst mit dem Schlusspfiff nach 94 Spielminuten endete.

Der Nöttinger Auftakt war stark, doch nach einer halben Stunde verloren die Gastgeber langsam den Zugriff auf das Spiel. Die Gäste, die sieben Stammspieler ersetzen mussten, wurden immer mutiger. Das Abseitstor von Göktas (42.) war ein erster Warnschuss. Und nach der Pause war die lange Zeit einseitige Partie plötzlich völlig offen. Dass Bilger drei Mann austanzte und Hecht-Zirpel den Ball maßgerecht zum 2:0 servierte (55.), kam zu diesem Zeitpunkt überraschend.

Schöner Drehschuss

„Die waren doch mausetot“, ärgerte sich FCN-Abwehrspieler Holger Fuchs später, dass die Bissinger in die Partie zurückfanden. Der gerade erst eingewechselte Dima Schurichin sorgte mit seinem herrlichen Drehschuss von der Strafraumgrenze, der genau im Torwinkel landete (64.), für neue Spannung, auf die Wittwer gerne verzichtet hätte. „Am Ende“, so der FCN-Coach, „müssen wir froh sein, dass wir als Sieger vom Platz gehen.“