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Der eingewechselte Mattia Maggio erziehlte den 2:1-Siegtreffer.
Der eingewechselte Mattia Maggio erziehlte den 2:1-Siegtreffer. © Ripberger/PZ-Archiv
08.12.2016

FC Nöttingen möchte mit Erfolgserlebnis bei TuS Koblenz in die Winterpause gehen

Es ist wie verhext. Trotz ordentlicher Leistungen kommen die Fußballer des FC Nöttingen in der Regionalliga Südwest nicht vorwärts. Dabei war das 0:1 vor einer Woche gegen den SSV Ulm ein Paradebeispiel dafür, warum der Aufsteiger derzeit mit 14 Punkten am Tabellenende steht.

„Bei uns reicht oft ein schwacher Moment, damit das Spiel den Bach runtergeht. Im Gegenzug sind wir nicht in der Lage, die Fehler des Gegners auszunutzen“, bringt FCN-Trainer Dubravko Kolinger das Problem auf den Punkt. Am Samstag haben die Lila-Weißen beim TuS Koblenz (14 Uhr) noch eine Chance, mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen. „Wir werden alles versuchen, um dort etwas mitzunehmen“, verspricht Kolinger.

Gegen den Tabellensiebten erwartet die Nöttinger allerdings eine schwierige Aufgabe. Denn die Truppe von Ex-Bundesligatrainer Petrik Sander gilt als äußerst kompakt und verfügt über schnelle Sturmspitzen. „Gerade bei Standardsituationen müssen wir höllisch aufpassen, weil die Koblenzer kopfballstark sind“, warnt Kolinger, der bei der Partie auf Felix Zachmann (Rückenprobleme) und Michael Schürg (Fersenverletzung) verzichten muss. Unter der Woche hatte der Coach alle Hände voll zu tun, seine gegen Ulm sichtlich frustrierten Spieler moralisch wieder aufzurichten. „Es gelingt uns gegen viele Teams mitzuhalten, wir lassen aber einfach zu viele Chancen liegen“, ärgert sich Mittelfeldspieler Mario Bilger. Ähnlich geht es Angreifer Mattia Maggio, der gegen Ulm gleich drei gute Torgelegenheiten vergab. „Wir kämpfen und ackern, haben aber irgendwie die Seuche an den Füßen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Vorrunde.“

Über diesen Negativtrend zerbricht sich auch der Nöttinger Sportchef Dirk Steidl den Kopf. „Man kann nicht zufrieden sein. Ich hätte gerne fünf oder sechs Punkte mehr auf dem Konto gehabt“, bekennt er. „Aber in der Regionalliga ist es schwer, mit unserem Mini-Etat und Mini-Stadion konkurrenzfähig zu sein. Deshalb müssen wir den aktuellen Tabellenplatz akzeptieren.“ Registriert hat Steidl aber ebenso, dass sich die Mannschaft trotz aller Rückschläge nicht hängen lässt. In der Winterpause soll es ein Gespräch mit Dubravko Kolinger geben. „Wenn es passt, kann ich mir eine weitere Zusammenarbeit durchaus vorstellen. Auf alle Fälle wird eine Entscheidung fallen“, sagt Steidl. Dass Kolinger, trotz der sportlichen Misere in Nöttingen, einer Vertragsverlängerung nicht abgeneigt wäre, hatte er gegenüber der PZ schon angedeutet. „An mir soll es nicht liegen. Das muss aber letztlich der Verein entscheiden“, betont der FCN-Coach.