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Der Einsatz muss stimmen, wenn Colin Bitzer (links) mit Nöttingen morgen in Bissingen antritt. Foto: Becker
Der Einsatz muss stimmen, wenn Colin Bitzer (links) mit Nöttingen morgen in Bissingen antritt. Foto: Becker
11.10.2018

FC Nöttingen muss gegen Spitzenreiter FSV Bissingen ran

Remchingen-Nöttingen. Zwei Spiele, zwei Siege, zweimal zu Null: Der Auftakt dieser englischen Woche war für den FC Nöttingen ausgesprochen erfolgreich. Aber die Zuschauer bekamen zwei völlig unterschiedliche Spiele zu sehen. Während der FCN am vergangenen Freitag in der Oberliga gegen den SSV Reutlingen auftrumpfte und den Spitzenreiter mit 5:0 aus der Kleiner Arena schoss, reichte es vier Tage später im Halbfinale des badischen Pokal-Wettbewerbs gegen den unterklassigen FV Fortuna Heddesheim (Verbandsliga) nur zu einem mühsamen 1:0. Jetzt geht es am Samstag (15.00 Uhr) zum neuen Tabellenführer FSV Bissingen.

Für Michael Wittwer war die jüngste Leistungsschwankung seiner Mannschaft eine Sache des Kopfes. „Wenn man nicht hundertprozentig fokussiert ist, fällt man leicht mal auf die Nase“, sagte er nach dem Pokalspiel. Dabei hatte er die gleiche Elf wie zuvor gegen Reutlingen aufgeboten und gehofft, die Spieler könnten das frisch erworbene Selbstvertrauen ins Pokalspiel transportieren. Das klappte nicht. Heddesheim hielt mit großem läuferischen Aufwand dagegen, machte die Räume eng und Nöttingen das Leben schwer. Der Verbandsligist hängte sich genau so rein, wie der FCN es vier Tage zuvor gegen Reutlingen getan hatte.

Kaum vorstellbar, dass Wittwer auch das dritte Spiel der englischen Wochen mit unveränderter Besetzung angeht. Er weiß: In Bissingen geht es nur mit hoher Laufbereitschaft. Da könnte frisches Personal guttun. Der Spitzenreiter hat eine fast makellose Heimbilanz, in sechs Spielen hat er bei 17:5 Toren 16 Punkte geholt. Doch die Nöttinger Auswärtsbilanz mit 3:1 Toren und zehn Punkten aus fünf Spielen ist kaum weniger eindrucksvoll. Die beste Heimoffensive trifft auf die beste Auswärtsdefensive. Die Lila-Weißen wissen also, wie man auf fremden Plätzen auftritt: Kompakt stehen, Bälle erobern, schnell umschalten. „Wir dürfen“, sagt der Trainer, „nicht mehr so weit von den Gegenspielern wegstehen, wie wir das gegen Heddesheim getan haben.“