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Besser verteidigen wollen die Nöttinger mit Holger Fuchs (vorne) im zweiten Saisonspiel beim SSV Reutlingen.  Gössele
Besser verteidigen wollen die Nöttinger mit Holger Fuchs (vorne) im zweiten Saisonspiel beim SSV Reutlingen. Gössele
15.08.2013

FC Nöttingen peilt beim SSV Reutlingen ersten Saisonsieg an

Nöttingen. Gut drei Tage hat es gedauert bis die Nöttinger Spieler das unnötige 3:3-Unentschieden nach 3:0-Führung zum Ligaauftakt gegen Aufsteiger Ravensburg verdaut hatten. Doch auch beim glanzlosen 3:0-Sieg beim FSV Buckenberg im badischen Fußball-Pokal im Dienstagabend war den Spielern die Verunsicherung und Enttäuschung noch anzumerken.

„Die Stimmung war nicht besonders gut“, meint Trainer Michael Wittwer rückblickend auf die letzten Tage. „Doch wir haben das Ravensburg-Spiel noch einmal analysiert, haben unsere gravierenden Fehler in der Abwehr gesehen und werden für die kommenden Aufgaben hoffentlich unsere Lehren daraus ziehen.“

Die nächste Aufgabe steht schon am Freitag um 19 Uhr auf dem Programm, wenn die Nöttinger Mannschaft zum Oberliga-Duell in Reutlingen an der Kreuzeiche ranmuss.

Wiedersehen mit Ricciardi

Der SSV will ebenfalls ein gehöriges Wörtchen im Kampf um die Meisterschaft mitreden. Das Team von Murat Isik hat als Saisonziel Platz 1 bis 5 ausgegeben. Zum Ligastart haben sich seine Mannen allerdings auch nicht mit Ruhm bekleckert. Beim Karlsruher SC II, der erneut wieder nur den Klassenerhalt anpeilt, gab es ein mageres 2:1. Seinen Einstand für Reutlingen feierte dabei der Ex-Nöttinger Giuseppe Ricciardi, der nach seinem Wechsel vom VfR Mannheim auch gleich zum Spielführer beim SSV ernannt wurde.

Die Bilanz gegen Reutlingen spricht leicht für die Nöttinger. Der FCN konnte bislang sieben der vergangenen zehn Partien für sich entscheiden. Im Hinspiel der vergangenen Runde gewann man klar mit 5:1, schwerer tat man sich im Rückrundenspiel, als man fast eine 2:0-Führung verspielte und erst in der dritten Minute der Nachspielzeit Maximilian Pfeiffer den vielumjubelten 3:2-Siegtreffer erzielte. Michael Wittwer dürfte nichts dagegen haben, wenn die heutige Partie ähnlich spannend verlaufen würde – natürlich nur, wenn seine Mannschaft auch diesmal wieder als Sieger den Platz verlässt. Wittwer weiß: „In Reutlingen zu bestehen ist immer schwer. Der SSV ist eine lauf- und zweikampfstarke Truppe und hat mit Marcel Brandstetter einen Topstürmer. Hinzu kommen die Zuschauer, die immer viel Theater machen, aber auch umschwenken, wenn es mal nicht so läuft.“

Für den FCN kann das nur heißen: Volle Attacke von der ersten Minute. Dabei aber nicht die Defensive vernachlässigen. Der FC-Coach ist jedenfalls guter Dinge, dass seine Elf nicht ohne Punkte von Reutlingen nach Hause fährt. „In der vergangenen Runde haben wir nach schlechten Spielen gegen vermeintlich schwächere Gegner immer eine Reaktion gezeigt, das erwarte ich nun auch in Reutlingen“, so Wittwer, der schon ein bisschen den Druck spürt. „Nur ein Punkt aus zwei Spielen wäre sehr unangenehm.“

Bis auf Demis Jung (Magen-Darm) hat Wittwer alle Spieler beisammen. Auf Änderungen bei der Aufstellung oder Taktik wollte er sich gestern noch nicht festlegen.