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Die Liste der Nöttinger Ausfälle ist mittlerweile sehr lang. Jetzt kommt wohl auch noch Mario Bilger (links) hinzu. Gössele, PZ-Archiv
Die Liste der Nöttinger Ausfälle ist mittlerweile sehr lang. Jetzt kommt wohl auch noch Mario Bilger (links) hinzu. Gössele, PZ-Archiv
21.11.2013

FC Nöttingen pfeift personell aus dem letzten Loch

Michael Wittwer ist dieser Tage oft auf der Baustelle zu finden, wo gerade der neue Kunstrasenplatz des FC Nöttingen entsteht. Auf die Frage, ob denn auch die Spieler manchmal mithelfen, kann er nur müde lächeln: „Nein, nein, auf keinen Fall. Wir haben schon genug Verletzte“, sagt der Trainer der Oberliga-Mannschaft.

In der Tat ist die personelle Situation des Oberliga-Zweiten nach Abschluss der Vorrunde prekär. War man beim 1:1 in Kehl vor einer Woche noch mit dem letzten Aufgebot angetreten, wird es am Samstag beim FV Ravensburg (14.30 Uhr) wohl das Allerletzte sein. In Kehl zog sich Mario Bilger einen Innenband-Anriss am Kniegelenk zu. Ein Einsatz des Linksfüßlers ist sehr fraglich. Nun meldete sich auch noch Sebastian Hofmann mit Fieber im Bett ab. „Wir haben zuletzt mit neun, zehn Mann trainiert, jetzt sind es sieben, acht“, stöhnt Wittwer. Denn Niklas Hecht-Zirpel, Simon Frank und Demis fallen bekanntlich noch bis zur Winterpause aus. Holger Fuchs ist nach seinem Platzverweis gegen Walldorf noch für ein Spiel gesperrt.

Wie zuletzt muss Wittwer wieder einige Anleihen aus der zweiten Mannschaft machen. Deren Trainer Adolf Weidlich hat am Freitagabend wahrscheinlich einige Abstriche zu machen, wenn es um die Kaderplanung für die Partien am Wochenende geht. Denn die Oberliga-Mannschaft sollte trotz der personellen Misere bis zur Winterpause nicht allzu viel an Boden verlieren.

Mit Gegner FV Ravensburg hat man eigentlich noch ein Hühnchen zu rupfen. Zum Saisonstart verspielte Nöttingen im Panoramastadion eine komfortable 3:0-Pausenführung (Endstand 3:3). Trotz seiner Rumpfmannschaft wirft Michael Wittwer die Flinte nicht ins Korn. „Wir fahren nicht chancenlos nach Ravensburg“, und fügt an: „Wir werden auf jeden Fall mit elf Mann spielen.“