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Die Nöttinger Führung: Reinhard Schenker (verdeckt) überwindet KSC-Schlussmann Maximilian Reule vom Elfmeterpunkt aus.Ripberger
Die Nöttinger Führung: Reinhard Schenker (verdeckt) überwindet KSC-Schlussmann Maximilian Reule vom Elfmeterpunkt aus.Ripberger
10.10.2013

FC Nöttingen schlägt bei KSC-Amateuren zweimal zu

Der FC Nöttingen wird auch nach dem Wochenende Tabellenführer in der Fußball-Oberliga sein. Die Lila-Weißen verteidigten ihre Spitzenposition am Donnerstagabend in der vorgezogenen Partie beim Karlsruher SC II mit einem 2:0(0:0)-Sieg. Für Aufregung sorgte ein Ex-Nöttinger.

In einer offenen Partie im weiten Rund des Wildparkstadions, in dem sich 227 Zuschauer verloren, schlugen die Nöttinger nach der Pause zweimal im richtigen Moment zu. Erst verwandelte Reinhard Schenker einen an Yasin Ozan verschuldeten Elfmeter (50.Minute), dann traf Ozan selbst in den Karlsruher Endspurt hinein zum 2:0(86.).

Nöttingens Trainer Michael Wittwer freute sich vor allem über die drei Punkte: „Defensiv war das über weite Strecken sehr gut, offensiv haben wir noch Luft nach oben“, sagte er. Weniger glücklich war Joe Zinnbauer: „Wir konnten mithalten, aber am Ende fehlte uns etwas die Erfahrung“, so der KSC-Coach, der mit dem Ex-Nöttinger Riccardo Di Piazza sowie den Profis Steffen Haas und Karim Benyamina drei routinierte Akteure im Team hatte.

Wittwer schickte das Team, das zuletzt den FSV Hollenbach souverän 5:0 abgefertigt hatte, aufs Feld. Doch zwischen dem Tabellenführer und dem Tabellenzwölften der Oberliga war nie ein Leistungsunterschied zu sehen. Die Karlsruher waren mindestens gleichwertig, der schnelle Marcel Carl stellte die FCN-Abwehr immer wieder vor Probleme. Vor allem die ersten 20 Minuten waren die Gastgeber am Drücker. Erstmals Aufregung nach einer Viertelstunde, als Di Piazza Carl steil schickte, FCN-Keeper Robin Kraski aber in letzter Sekunde außerhalb des Strafraums klären konnte. Im Gegenzug hatten die Gäste die große Chance zur Führung, doch die Hereingabe von Mario Bilger jagte Sebastian Hofmann aus acht Metern freistehend übers Tor.

Di Piazzas Tor nicht gegeben

Nach 23 Minuten dann Jubel bei den KSC-Kickern: Di Piazza hatte von links aus spitzem Winkel einen Freistoß Richtung kurzer Pfosten gejagt, die Gastgeber wähnten den Ball hinter der Linie. Doch das Schiedsrichtergespann entschied, Kraski habe den Ball vor der Linie pariert. Der Adrenalinpegel stieg dann kurz vor der Pause noch einmal, als die Karlsruher an der Strafraumgrenze einen Freistoß zugesprochen bekamen, doch Kunstschütze Di Piazza nur die Nöttinger Mauer traf.

In der Pause reagierte Michael Wittwer, nahm Sascha Paseka vom Feld, brachte Reinhard Schenker fürs rechte Mittelfeld und zog dafür Timo Brenner in die Innenverteidigung zurück. Schenker war dann auch gleich gefordert – als Elfmeterschütze. Steffen Haas hatte Yasin Ozan gefoult, Schenker verwandelte den Strafstoß sicher (49.). „Ein klarer Elfer, er hat mich von hinten berührt“, so Ozan, der aber auch ergänzte: „In einem Spiel mit so wenig Chancen muss man dann auch clever sein und sich fallen lassen.“

Danach genügte es den Nöttingern, die Partie zu kontrollieren. Die Karlsruher kamen trotz eifrigen Bemühens danach zu keiner großen Torchance mehr. Nöttingen hatte die besseren Chancen – und Ozan machte auf Vorarbeit von Felix Zachmann den Sack zu (86.).