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Eigentlich konnte Trainer Dubravko Kolinger in Backnang mit dem Auftreten seiner ersatzgeschwächten Nöttinger Mannschaft zufrieden sein. Doch am Ende stand eine 1:3-Niederlage. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
Eigentlich konnte Trainer Dubravko Kolinger in Backnang mit dem Auftreten seiner ersatzgeschwächten Nöttinger Mannschaft zufrieden sein. Doch am Ende stand eine 1:3-Niederlage. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
Einen umstrittenen Platzverweis gab es für Sascha Walter. Foto: PZ-Archiv/Hennrich
Einen umstrittenen Platzverweis gab es für Sascha Walter. Foto: PZ-Archiv/Hennrich
25.02.2018

FC Nöttingen setzt beim 1:3 in Backnang seine Auswärtsschwäche fort

Pforzheim/Backnang. Auswärts hat der FC Nöttingen in den vergangenen Wochen und Monaten in der Fußball-Oberliga wahrlich keine Bäume ausgerissen. So gesehen passt die 1:3 (1:2)-Niederlage bei der TSG Backnang ins Bild. Doch diese Niederlage kam unter ganz eigenen Umständen zustande.

Denn die Nöttinger waren schon nach zwei Minuten in Unterzahl, nachdem Sascha Walter einer umstrittene Rote Karte gesehen hatte. Zudem fehlten einige Spieler (Ernesto de Santis, Mario Bilger, Julian Kern, Dennis Schneider) aus un terschiedlichen Gründen, kurz vor Spielbeginn meldete sich auch noch Matthias Cuntz ab. Und Niklas Kolbe saß zwar auf der Bank, war aber angeschlagen.

Trotz der frühen Unterzahl und der personellen Probleme war Nöttingen auch mit einem Mann weniger eigentlich immer auf Augenhöhe und teilweise sogar spielbestimmend. Der FCN sogar durch einen von Leon Braun verwandelten Foulelfmeter mit 1:0 in Führung, spielten in der Folge aber in der Abwehr bisweilen zu nachlässig und kassierten noch drei Gegentore.

Zumindest als „grenzwertig“ empfand Dubravko Kolinger den frühen Platzverweis. „Sascha Walter ist in der besseren Position, der Gegenspieler läuft in ihn hinein. Zudem gab es noch einen Mitspieler, der hätte eingreifen können“, schildert der Nöttinger Trainer seine Sicht der Dinge.

Führung durch Elfmeter

Die Gäste überzeugten danach aber auch in Unterzahl spielerisch, meisterten auch die Umstellung von einer 4-2-3-1-Formation auf ein 4-4-1 problemlos und gingen sogar in Führung, als Michael Schürg im Strafraum zu Fall gekommen war, der Schiedsrichter auf Strafstoß entschied und Leon Braun den Elfmeter sicher verwandelte. Backnangs Keeper Pascal Bertram ahnte zwar die Ecke, konnte aber nicht parieren.

In der Folge blieb Nöttingen gefährlich, ließ aber Gelegenheiten zum 2:0 liegen. Dafür packte die Abwehr aber einige Male nicht energisch zu und ermöglichte Backnang so die Tore. Zunächst gab es noch einen Doppelschlag vor der Pause. Zunächst konnte der FCN auf der linken Seite die Hereingabe nicht verhindern, dann wurde im Zentrum nicht sauber geklärt und Sebastian Gleißner war für die Gastgeber zur Stelle (32.). Fünf Minuten später hebelte Backnang Nöttingens Abwehr mit einem Pass in die Tiefe aus, TSG-Torjäger Mario Marinic ließ sich nicht zweimal bitten und traf zum 2:1.

Backnangs Trainer Beniamino Molinari attestierte nach dem Schlusspfiff seiner Mannschaft einen schlechten Auftritt – Nöttingen sei trotz Unterzahl die aktivere Mannschaft gewesen. „Aber davon können wir uns nichts kaufen“, ärgert sich Molinaris Kollege Kolinger über das Ergebnis. Während Nöttingens Simon Frank mit einem Freistoß an der Latte scheiterte und das 2:2 verpasste, zeigte auf der Gegenseite Marinic seine ganze Klasse, als er an der Strafraumgrenze zwei Gegenspieler stehen ließ und mit einem platzierten Schuss Andreas Dups im FCN-Tor keine Chance ließ (74.). Danach machte sich bei Nöttingen dann doch der Kräfteverschleiß spürbar.