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Schmerzhaft: Nach einem harten Foul musste Sascha Paseka ausgewechselt werden. Foto: Becker, PZ-Archiv
10.03.2013

FC Nöttingen siegt auch dank neuer Vielfalt

Remchingen-Nöttingen. Als der FC Nöttingen seinen 3:0 (2:0)-Sieg gegen den Oberliga-Konkurrenten FSV Hollenbach eingefahren hatte, als aus den Kabinen Jubel zu hören war und beide Trainer von einem verdienten Erfolg gesprochen hatten, wurde Michael Wittwer noch einmal ernst: „Wir haben es den Jungs angekündigt“, erklärte der FCN-Coach: „Wir haben in der Pause Spieler dazubekommen, da muss jeder Woche für Woche seine Leistung bringen – sonst sitzt er auch mal draußen und guckt zu.“

Bildergalerie: FC Nöttingen schlägt Hollenbach mit 3:0

Genau dieses Los traf am Freitagabend Leutrim Neziraj, der nach seiner Einwechslung sein zehntes Saisontor erzielte (90. Minute). Seinen Part in der Spitze hatte zunächst Neuzugang Jannik Froschauer übernommen. „Jannik kann noch mehr, als er gezeigt hat“, war sich Wittwer hinterher sicher. Und doch fand der Trainer lobende Worte für das Startelfdebüt des 21-Jährigen: „Er hat Mario Bilger kurz vor der Halbzeit eine Großchance vorbereitet. Er passt zu uns. Auch wenn noch nicht alles gelang, bin ich zufrieden“, so Wittwer – der prognostizierte: „Und er wird sicherlich noch das ein odere andere Tor schießen.“

Denn just da haperte es bei dem vom FV Illertissen gekommenen Angreifer noch. So quirlig er sich zuweilen durchsetzte, so oft er sich in der Spitze freie Räume erlief, so wenig wollte doch das erste Tor im Panoramastadion gelingen: Zweimal scheiterte er freistehend an Gästetorwart Joachim Fritsch (25./36.) – wobei beim zweiten Versuch Mario Bilgers Nachschuss den Weg zum 2:0 ins Tor fand. Bilger, neben Demis Jung der beste Nöttinger auf dem Platz, hatte bereits zuvor den Elfmeter herausgeholt, den Timo Brenner zum 1:0 verwandelte (8.).

Auch Brenner fühlte sich in der Offensive spürbar wohl. Trotzdem wird er am Mittwoch im Viertelfinale des badischen Pokals beim VfB St.Leon wohl wieder defensiver ranmüssen: Für den zur Halbzeit mit einer schweren Prellung am Wadenbein ausgewechselten Verteidiger Sascha Paseka kommt das Pokalspiel wohl zu früh. Schon da zeigt sich: Angesichts von sieben Spielen in den nächsten 25Tagen kann die etwas dicker gewordene Personaldecke beim FCN nur von Vorteil sein – auch im Angriff: „Da kann es im Pokal natürlich wieder ganz anders aussehen“, meinte Wittwer, der gestern den Landesligisten aus dem Rhein-Neckar-Kreis im Spiel gegen den VfBGartenstadt beobachtete.