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Geballte Freude: Die Nöttinger Spieler bejubeln das Tor zum 1:0 gegen Gmünd durch ihren Youngster Timo Brenner. © Gössele
15.08.2010

FC Nöttingen siegt im Stile einer Spitzenmannschaft

REMCHINGEN-NÖTTINGEN. Die Dominanz war ziemlich beeindruckend: Die Oberliga-Fußballer des FC Nöttingen haben sich am Samstagabend hoch verdient mit 2:0 gegen den 1. FC Normannia Gmünd durchgesetzt.

Bildergalerie: FC Nöttingen - FC Normania Gmünd

Somit steht die Mannschaft von Coach Michael Wittwer nach dem dritten Spieltag noch immer an der Tabellenspitze – punktgleich mit dem FV Illertissen, der bislang auch neun Zähler aus drei Partien geholt hat.

Den Gästen aus Gmünd ließen die Lila-Weißen vor 574 Zuschauern im Nöttinger Panoramastadion nicht den Hauch einer Chance. Vor allem in den ersten 45 Minuten dominierte der FCN das Spiel nach Belieben. Durch aggressives Forechecking und Pressing hielten die Gastgeber um den überragenden defensiven Mittelfeldspieler Felix Zachmann den Gegner vom eigenen Tor fern.

Der FC Nöttingen präsentierte sich im Stil einer Spitzenmannschaft. Nur die Chancenverwertung, die FCN-Coach Wittwer nach der Partie als „miserabel“ beschrieb, gab wieder einmal Anlass zur Kritik. So fiel die 1:0-Pausenführung der Nöttinger nach einem schönen Kopfballtor durch Timo Brenner (41. Minute) viel zu dürftig aus, zumal zuvor beste Möglichkeiten ausgelassen wurden.

Großer Auftritt

Nach dem Seitenwechsel kam der FC Normannia Gmünd etwas besser auf, durch eine Gelb-Rote-Karte in der 64. Minute gegen Simon Fröhlich (wiederholtes Foulspiel) brachte sich die Elf von Trainer Helmut Dietterle jedoch um ihre letzte Chance. Wenig später folgte der große Auftritt von Spielmacher Riccardo Di Piazza, der bereits den Treffer zum 1:0 mit einer perfekten Freistoßflanke vorbereitet hatte. Wie schon zum Saisonauftakt vor zehn Tagen gegen den Kehler FV (3:1) verwandelte der „Herr über den ruhenden Ball“ auch diesmal einen direkten Freistoß aus halbrechter Position und 25 Metern Entfernung (68.) – ein Tormuster, das beim FCN bereits Tradition hat.

Bei weiteren guten Möglichkeiten und zwei aberkannten Treffern durch Leutrim Neziraj und Kapitän Viktor Kärcher wegen angeblicher Abseitsstellung hätte der FCN die Partie noch weitaus höher gewinnen können. In der 75. Minute hatten die Anhänger und Verantwortlichen aber noch eine Schrecksekunde zu überstehen, als Rückkehrer Metin Telle, der erstmals in dieser Saison von Beginn an zum Zug kam, vom Platz getragen werden musste. Seine Verletzung stellte sich wenig später aber lediglich als muskulärer Krampf heraus.

„Ich muss die Mannschaft loben. Sie hat sich ein riesiges Kompliment verdient“, sagte Nöttingens Trainer Michael Wittwer unmittelbar nach dem Schlusspfiff. „Wir haben heute praktisch nichts zugelassen und hoch verdient gewonnen.“